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Daniel Oliver Bachmann mit einer Schweizer Handpan. 

"Kultur fürs Wohnzimmer": Daniel Oliver Bachmann spielt auf Handpans

Es sind exotische Instrumente, die Daniel Oliver Bachmann in seinem Video der Reihe „Kultur fürs Wohnzimmer“ vorstellt: die kleine Steeldrum und zwei Handpans. Was es mit diesen Blechklanginstrumenten auf sich hat? Der Autor, Filmregisseur und Musiker erläutert dies anschaulich in dem 13 Minuten langen Video, das vor allem durch die ungewöhnlichen Klangwelten begeistert. Das PZ-Medienhaus setzt gemeinsam mit den Kulturschaffenden, die allesamt auf ihre Gagen verzichten, mit „Kultur fürs Wohnzimmer“ ein Zeichen und unterstützt die lebendige Szene. Denn die Lage ist verheerend: Alle Künstler haben keine Auftritte mehr. Einnahmen brechen über mehrere Monate weg. Für die an der Aktion beteiligten Protagonisten ist es Ehrensache, dass sie die Erlöse spenden, die ihre Videos einbringen. Sie sollen an Künstler aus der Region gehen, die unter der Krise zu leiden haben.

Egal, wo der gebürtige Schramberger seine Musik spielt und sie mit Obertongesang unterstützt – die Aufmerksamkeit ist ihm gewiss. Denn neben der kleinen Steeldrum, jenem ursprünglich aus Stahlfässern hergestellten Instrument der Sklaven auf den Karibikinseln Trinidad und Tobago, ist die Handpan des Schweizer Stahl-Instrumentenbauer Felix Rohrer eine ganz junge Erfindung. Im Jahr 2000 erstmals auf der Musikmesse Frankfurt vorgestellt, verbreitet sich die Hang – berndeutsch für Hand – in der ganzen Welt.

Auf der oberen Halbschale des Instruments aus gasnitriertem Stahlblech befinden sich von Hand eingearbeitete Klangfelder, auf der unteren Hälfte eine Resonanzöffnung und bei einigen Instrumenten der neueren Generation weitere Klangfelder. „Und da ist nicht nur bei der Legierung des Metalls ziemlich viel Alchemie im Spiel“, weiß Bachmann.

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Völlig ohne Verstärkung laden die Klänge der im Video gespielten Chaya Handpan C# Amara 9 und B Celtic zum Träumen ein. Meditative Ruhe findet ihren Gegenpart in rasanten Läufen, in schnellen Schlägen auf die Klangmulden. Bachmann, der auch Alphorn, Akkordeon und Didgeridoo spielt, komponiert dabei am Instrument, geleitet von Patterns entstehen – ähnlich wie bei Jazz-Improvisationen – intuitiv Melodien.

Für den Bestseller-Autor, Ehemann der Schriftstellerin Beate Rygiert, sind seine musikalischen Auftritte „die notwendige Vitaminspritze“, der Ausgleich zum zurückgezogenen Leben am Schreibtisch. „Daher freue ich mich sehr über die Aktion der PZ“, sagt er: „Mit ihr gibt es die Vitamine zwar in einer anderen Dosierung – aber es gibt sie!“

Das ist der Trailer zur Aktion "Kultur fürs Wohnimmer"

Mehr Infos gibt es hier: Kultur fürs Wohnzimmer: PZ bringt Auftritte von Künstlern aus der Region virtuell nach Hause

Sandra Pfäfflin

Sandra Pfäfflin

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