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Ein 15-Jähriger hat in Mühlacker in einer Schule einen Böller gezündet – mit schlimmen Folgen. Symbolfoto: dpa

Neues Böllerunglück: Nach Mühlacker nun Eppingen betroffen

Mühlacker/Eppingen. Gerade einmal eine Woche ist es her, dass ein schweres Unglück mit einem Silvesterkracher in Mühlacker für Schlagzeilen sorgte, da macht ein weiterer Fall in Eppingen von sich reden.

Nachdem am Montag vergangener Woche ein 15-Jähriger an der Mörike-Realschule in Mühlacker einen Böller aus dem Fenster eines Klassenzimmers werfen wollte und ihm der Sprengkörper noch in der Hand explodierte, wodurch der Jugendliche und 14 Mitschüler verletzt wurden, ereignete sich nun ein ähnlicher Fall in Eppingen.
Laut Polizei hatten fünf Sechstklässler einer örtlichen Realschule auf dem Außengelände eines benachbarten Gymnasiums einen sogenannten Kugelböller gezündet, der offenbar unmittelbar danach explodierte und die Schüler verletzte.

Ein Kind erlitt schwere Verletzungen an einem Auge und im Gesicht, zwei weitere Schüler wurden an Händen und Augen verletzt. Zudem zogen sich vier Jungen ein Knalltrauma zu, einer blieb unverletzt. Ein vorsorglich angeforderter Rettungshubschrauber konnte allerdings wieder abbestellt werden.

Laut Polizei handelte es sich bei dem Böller um einen im Ausland illegal hergestellten Sprengkörper. Ob ein solcher auch in Mühlacker verwendet wurde, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Dort hatte der 15-Jährige durch den Unfall einen Finger und an anderen Fingern Glieder verloren, Mitschüler erlitten teilweise Augenverletzungen und Knalltraumata. 

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