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Anfang Dezember soll ein Raum- und Funktionsprogramm für das Emma-Jaeger-Bad vorgestellt werden. 

Das ist der aktuelle Stand bei Pforzheims sechs maroden Bädern - Finanzieller Ausgleich für Schwimmvereine?

Regelmäßig muss Bäderchef Bernd Mellenthin mittlerweile vor den Stadträten zum Rapport erscheinen. In der Sitzung des Ausschuss für öffentliche Einrichtungen gab er am Montag einen Zwischenstand.

So steht es um die Planungen für das Wartbergfreibad, das Eutinger Stadtteilbad, das Nagoldfreibad, das Emma-Jaeger-Bad, das Huchenfelder Bad und das Fritz-Erler-Bad:

Wartbergfreibad

Sieben Container sollen ab der kommenden Saison die maroden Umkleidekabinen ersetzen. 174 000 Euro wird das die Stadt laut Mellenthin 2020 inklusive dem Aufbau kosten. In den folgenden Jahren rechnet er dann nur noch mit 34 000 Euro für die Miete. Ein Kauf der Container sei zeitlich nicht mehr möglich. Gleiches gelte für Bauten aus Holz, wie sie FW-Stadtrat Michael Schwarz angeregt hatte. WiP-Stadtrat und Vorsitzender des Wartbergbad-Fördervereins Christof Weisenbacher mahnte ohnehin zur Eile: „Wir sollten das Faß nicht aufmachen und jetzt Alternativen prüfen. Die Zeit rennt davon.“ Im Werkeausschuss im Dezember will Mellenthin einen Beschlussvorschlag präsentieren.

Eutinger Stadtteilbad

Derzeit werde die Sanierung des undichten Daches geplant, so Mellenthin. Die Arbeiten könnten dann aber erst im kommenden Jahr beginnen und sollen im Juni 2020 fertig sein. Mellenthin rechnet mit nur geringen Betriebseinschränkungen, da die Sanierung von außen erfolgen könne. Lediglich fünf Tage müsste das Bad möglicherweise geschlossen haben – im besten Fall wenn, ohnehin Ferien seien. Die Kosten werden auf zwischen 170 000 und 200 000 Euro geschätzt.

Nagoldfreibad

In Dillweißenstein habe es einen Termin mit Mitgliedern des Fördervereins und Planern gegeben, so Mellenthin. Das Becken müsse saniert oder ausgetauscht werden. In jedem Fall entstehe durch die neue Technik ein erhöhter Platzbedarf. In einem nächsten Schritt sollen nun Kostenschätzungen eingeholt werden.

Emma-Jaeger-Bad und Huchenfeld

Anfang Dezember soll ein Raum- und Funktionsprogramm vorgestellt werden. Mellenthin hofft, dass dann auch eine erste Kostenschätzung für die Neubauten der beiden Bäder vorliegt. Die EU-weite Ausschreibung für den Rückbau laufe.

Fritz-Erler-Bad

Ende Dezember, Anfang Januar soll das Bad wieder eröffnen. Unter Vorbehalt. „Genauso schnell wie die Decke heruntergekommen ist, können andere Mängel auftreten. Auch in den anderen Bädern“, sagte Mellenthin, der sich eigentlich nicht mehr festlegen wollte. Die erneute Verzögerung war durch Lieferschwierigkeiten bei der Beleuchtung entstanden. Erst wenn diese angebracht sei, könne der Hubboden saniert werden, so der Bäderchef. Denn dazu müsse das Gerüst abgebaut werden. Anschließend werde das Becken gereinigt, gefüllt und die Filteranlage in Betrieb genommen. Auch hierbei könnten weitere Probleme auftauchen, soll Mellenthin.

Die Leidtragenden seien die Vereine, klagte CDU-Stadtrat Jörg Augenstein. Er regte an, diesen einen Sonderzuschuss im Rahmen der Vereinsförderung zu gewähren. Schließlich müssten die Ehrenamtlichen für Trainingszeiten zum Teil in andere Bäder – etwa nach Karlsruhe – fahren. Die Verwaltung wolle prüfen, ob sich die Stadt an entstehenden Mehrkosten beteiligen könne, so Bürgermeister Frank Fillbrunn, der seinen erkrankten Kollegen Dirk Büscher in der Sitzung vertrat.

Bärbel Schierling

Bärbel Schierling

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