Fritz Erler Bad
Das Warten geht weiter: Die Arbeiten am Fritz-Erler-Bad dauern noch bis mindestens Ende November/Anfang Dezember. 

Nächste Hiobsbotschaft: Fritz-Erler-Bad noch länger dicht als zuletzt angekündigt

Pforzheim. „Nach heutigem Stand wird das Fritz-Erler-Bad den Vereinen und Schulen wieder am 11. November zur Verfügung stehen.“ Das hatte die Stadt Pforzheim vor zwei Wochen auf PZ-Anfrage mitgeteilt. Am Donnerstag nun die nächste Hiobsbotschaft: Die Wiedereröffnung verzögert sich ein weiteres Mal.

Damit steht fürs Sportschwimmen in Pforzheim weiterhin nur ein einziges öffentlich zugängliches Hallenbad zur Verfügung: Das Eutinger Bad ist das einzige mit 25-Meter-Bahnen. Denn das Lernbecken in der Konrad-Adenauer-Schule auf dem Buckenberg hat nur 16,6-Meter-Bahnen.

Woran aber hakt es nun im Fritz-Erler-Bad?

"Zwar können die ursprünglichen Probleme fristgerecht bearbeitet und gelöst werden, derzeit hakt es aber an langen Lieferzeiten", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Das betreffe insbesondere die Lieferzeiten für die bestellten Leuchten für die Hallen- und Notbeleuchtung: "Die Beleuchtungsmittel und Befestigungsmaterialien sind längst bestellt, aber gerade bei den Leuchtmitteln warten wir noch auf spezielle Leuchten, die direkt über dem Becken installiert werden dürfen. Diese müssen aufgrund der höheren Anforderungen gesondert angefertigt werden", so Michael Strohmayer, Leiter der städtischen Kommunikation. Denn für den Bereich über den Becken gelten wegen Wasser und Feuchte besondere Bedingungen.

Aber auch die Lüftungskanäle und Lüftungsklappen sorgen für einen Teil der Verzögerungen. Mit der Wiedereröffnung sei nicht vor Ende November/Anfang Dezember zu rechnen. "Wir sind hier von Dritten und Lieferfristen abhängig, auch den Handwerkerfirmen ist kein Vorwurf zu machen, die hängen sich mächtig ins Zeug für uns", heißt es aus dem Rathaus. Auch das aufgebaute Gerüst werde bis zum Ende der Arbeiten benötigt, da könne momentan nichts beschleunigt werden.

Es liegt nach städtischen Angaben nicht an der ursprünglich festgestellten Undichtigkeit der Regenwasserleitungen, die quer durch die Schwimmhalle des Fritz-Erler-Bades führen. "Diese teilweise verstopften und auf mehreren Metern gerissenen Gussrohre konnten ausgetauscht werden, die Rohrisolierung wird derzeit durchgeführt und kann planmäßig fertiggestellt werden", heißt es in der Mitteilung. Es liege nur zum Teil an den Lüftungskanälen und Lüftungsklappen. Bei den Arbeiten sei zwar festgestellt worden, dass die Klappen schadhaft sind, sie könnten aber nächste Woche ausgetauscht werden.

"Es liegt derzeit an den langen Lieferzeiten für Teile der bestellten Leuchten", so die Stadtverwaltung. Und weiter: "Ein Teil der Leuchten ist bereits da; aber genau die Leuchten, die über dem Becken benötigt werden, fehlen. Erst nach der Installation dieser speziellen Leuchten kann das im Becken stehende Gerüst abgebaut und danach der Hubboden gewartet und repariert werden."

Und auch wenn die Arbeiten dann abgeschlossen sind, müssen noch weitere Schritte durchgeführt werden: "Das Becken muss gereinigt und mit Wasser befüllt werden, die Wasserkreisläufe werden vor der Wiedereröffnung hygienisch untersucht und die Ergebnisse müssen ohne bakteriellen Befund sein", so Strohmayer.

"Wir bedauern diese Verzögerung sehr, wir haben am heutigen Donnerstag unmittelbar die Stadträte, die Schwimmvereine und die Öffentlichkeit informiert; wir würden sehr gerne ein anderes Signal geben, aber auch uns sind derzeit die Hände gebunden". Nach heutigem Stand sollen die noch fehlenden Leuchtkörper in der übernächsten Woche geliefert werden.

Der Blick zurück:

Nachdem Mitte Juli während des Trainings des Sportschwimmclubs Sparta eine 30 Mal 30 Zentimeter große Weichfaserplatte von der Decke gefallen war, hatte die Stadt das Bad schließen müssen.

  • Kurz danach war klar, dass das Bad vor dem Schuljahresende nicht mehr eröffnet werden kann. Der nächste angepeilte Termin: der 9. September.
  • "Bis Ende Oktober", hieß es dann Mitte September, seien die Arbeiten erledigt.
  • Mitte Oktober wurde schließlich der 11. November als Termin für die Wiedereröffnung kommuniziert.
  • Doch seit Donnerstag, 31. Oktober, ist nun klar: daraus wird schon wieder nichts.