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Das Heimsheimer Lehrschwimmbad befindet sich in einem desolaten Zustand und muss dringend saniert werden. Symbolbild: Ketterl 

Heiße Diskussion um Bäderkrise: Flut an Vorwürfen bei Sitzung des Ausschusses

Pforzheim. Die Vorfreude von Dirk Büscher auf die Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen am Montag dürfte sich in Grenzen gehalten haben. Schließlich war er bereits bei der morgendlichen Zeitungslektüre mit Vorwürfen von SPD und der Großfraktion aus FDP, Freien Wählern, Unabhängigen Bürgern und Liste Eltern konfrontiert gewesen.

Und auch in der Sitzung sah er sich erneut Kritik ausgesetzt. Die Brisanz sei in der Verwaltung noch nicht angekommen, vermutete etwa Michael Schwarz (FW) und verwies auf die Einschnitte für Vereine durch fehlende Wasserflächen. Es müsse nun umgehend ein strategisches Handlungskonzept vorgelegt werden, so Schwarz.

Eine Kommunikationspanne wie beim Fritz-Erler-Bad dürfe nicht wieder passieren, erklärte Jörg Augenstein (CDU). Die Verwaltung solle in solchen Fällen zum Telefon greifen, anstatt die Vereine nur per E-Mails zu informieren. Der Gemeinderat habe bereits zwei mal einen Beschluss zu den Bädern gefasst, kritisierte Bernd Grimmer (AfD). „Die Verwaltung hat diese entgegengenommen und gewartet“, warf er der Stadt Untätigkeit vor. Umfangreichere Berichte wünschte sich Jacqueline Roos (SPD). Eigene Aktionen der Verwaltung vermisste Emre Nazli (Grüne Liste). Es seien immer Dritte, die versuchten, die Menschen in die Bäder zu locken, um eine Kostendeckung zu erreichen. Zudem kritisierte Nazli, dass bisher „harte Zahlen und Fakten“ für verschiedene Bäderlösungen fehlten. Es benötige eine verlässliche Aufarbeitung, damit der Gemeinderat eine Entscheidung treffen könne.

Christof Weisenbacher (WiP) interessierte indes vor allem, wann denn das Fritz-Erler-Bad nun wieder aufmache. Die Situation sei existenzgefährdend für die Vereine, so Weisenbacher.

Mehr über die Bäderkrise lesen Sie am Dienstag, 23. September in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.