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Freuen sich über das Kulturpicknick: Präsident Matthias Gindele, Past-Präsident Nicole Wetzel, Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler und Clubmaster Axel Bäuerle (von links).  Foto: Roller 

Kunstgenuss unterm Himmel: Kulturpicknick des Lions Clubs Pforzheim findet Anklang

Pforzheim. Angenehme Temperaturen um die 20 Grad, ein leichter Wind, aber kein Regen: Die Bedingungen für das Kulturpicknick des Lions Clubs Pforzheim Johannes Reuchlin sind am Sonntag ideal gewesen. Vier Stunden lang hat es im Schlosspark unter anderem Balletttanz, Figurentheater, schmissige Schlager, mittelalterliche Klänge und moderne Popmusik gegeben. Eine bunte Mischung, die bei den Besuchern bestens angekommen ist.

Auf Picknickdecken, auf mitgebrachten Stühlen und auf der kleinen Steinmauer haben sie es sich gemütlich gemacht, um das abwechslungsreiche Kulturprogramm zu genießen – und dabei noch etwas Gutes zu tun. Denn die eingenommenen Spenden kommen laut Clubmaster Axel Bäuerle der Pforzheimer Kultur zugute. Mitten in der Corona-Krise entwickelt, ist es bereits das dritte Mal, dass das Kulturpicknick stattfindet.

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Jörg Augenstein hat das Publikum im Schlossgarten mit seinen schmissigen Schlagern voll im Griff. Foto: Roller

Nachdem es bereits im Stadtkirchenpark und im Stadtgarten bestens angekommen war, hat sich das Konzept laut Bäuerle bewährt. Dieses Mal steht das Kulturpicknick auch im Zeichen von Johannes Reuchlin – nicht nur wegen der Nähe zur Schloßkirche, sondern auch wegen der künstlerischen Darbietungen. Etwa von Raphael Mürle, der den 1455 in Pforzheim geborenen Humanisten als strenge, aber auch freundlich und gütig wirkende Figur dabei hat.

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Ausdrucksstark: Die Tänzerinnen des Ballettzentrums am Stadttheater. Foto: Roller

Entstanden ist das Projekt auf Initiative und mit Unterstützung des Lions Clubs Pforzheim Johannes Reuchlin, der damit einen Beitrag zum Reuchlinjahr leisten will. Um Reuchlin geht es auch bei Eva-Maria Heinz, die auf dem Clavichord neben Tänzen und Liedern aus der Spinnstube auch ein Präludium aus der Zeit des Humanisten präsentiert. Beim Clavichord handelt es sich um ein Instrument, das seinen höchsten Stand der Technik im 15. Jahrhundert erreichte und dann in Vergessenheit geriet. Es ist das einzige Tasteninstrument, bei dem man den Ton während des Spiels verändern kann. Sein leiser, zarter Klang wirkt fast schon meditativ.

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Kultur

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Etwas lauter geht es bei Jörg Augenstein zu, der unter anderem die „Böhmische Liebe“, „Endless Summer“ und „Eiskalter Engel“ zum Besten gibt. Moderne Popmusik hat die 15-jährige Esmeralda im Gepäck, unter anderem von Amy Winehouse, von der französischen Sängerin Indila und aus dem Film „Greatest Showman“. Seit ihrem sechsten Lebensjahr steht sie auf der Bühne, zunächst mit ihrem Vater Enzo D’Eugenio, seit einem Jahr auch allein. Beim Kulturpicknick präsentiert sie auch selbstgeschriene Stücke, die Titel tragen wie „Everytime“, „You’re bothering me“ und „Zoning out“.

Viel Beifall erhalten auch die Tänzerinnen des Ballettzentrums am Stadttheater, die unter Elsa Genovas Leitung ausgefallene Choreographien zeigen.