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Vor zwei Jahren hatte ein Lkw-Fahrer in Pforzheim zu sehr auf sein Navi vertraut und war mit seinem 40-Tonnen-Sattelzug im Matsch des Enzauenparks steckengeblieben.
Vor zwei Jahren hatte ein Lkw-Fahrer in Pforzheim zu sehr auf sein Navi vertraut und war mit seinem 40-Tonnen-Sattelzug im Matsch des Enzauenparks steckengeblieben. © PZ-Archivbild: Ketterl
11.06.2019

Lkw-Fahrer folgt blindlings seinem Navi auf viel zu enge Straße

Pforzheim. Navigationsgeräte sind eine feine Sache. Wenn sie denn einwandfrei funktionieren. Ein 54-jähriger Lkw-Fahrer, der am Dienstag gegen 13 Uhr in Pforzheim den Anweisungen seines Navigationsgerätes blindlings gefolgt war, dürfte so schnell nicht mehr so leichtgläubig den Hinweisen folgen, denn er war mit seinem Sattelschlepper in eine viel zu enge Straße gelotst worden.

Im Wohn- und Gartengebiet zwischen Hachelallee und Autobahn war er in die für sein Fahrzeug viel zu enge Straße Zum Geigersgrund geleitet worden. Hierbei beschädigte er einen Zaun und eine Toreinfahrt. Da der Unfallverursacher nicht an der Unfallstelle auffindbar war, ging man zunächst davon aus, dass er Fahrerflucht begangen habe.

Weniger später konnte der Lkw-Fahrer jedoch angetroffen werden. Der 54-Jährige hatte bereits den Abschleppdienst informiert und war bei den Anwohnern vorstellig geworden, um von dem Unfall zu berichten. Der Sachschaden beträgt nach aktuellem Stand etwa 700 Euro.

Navi-Wahnsinn in Pforzheim und im Enzkreis

Ein rumänischer Lastwagenfahrer war Anfang 2017 gegen 13 Uhr einfach zu vertrauensselig, als ihm sein Navi auf der Kanzlerstraße in Pforzheim befahl, nach rechts abzubiegen. So landete er mit seinem 40-Tonner-Sattelzug im Enzauenpark. Die Bergung dauerte mehrere Stunden lang.

Probleme mit ihrem Navigationsgerät hatte 2011 eine 54-jährige Nissan-Fahrerin auf der Wilferdinger Höhe. Aufgrund missverständlicher Anweisungen fuhr die Frau verbotenerweise über zwei durchgezogene Linien und prallte auf der Gegenfahrbahn - ausgerechnet - auf ein Dienstfahrzeug der Autobahnpolizei.

Auf steilen Hang gelotst: Wohnmobil droht abzustürzen

Polizei und Feuerwehr wurden Anfang Juni 2019 Uhr von einem Camper-Ehepaar alarmiert, das sich in regnerischer Nacht auf dem Weg zu einem Stellplatz an einer engen Steigungsstrecke bei Bad Salzdetfurth mit ihrem Wohnmobil festgefahren hatte. Sie vertrauten ihrem Navigationsgerät, das das Paar auf die enge und extrem steile Strecke geführt hatte. Der 3,5 Tonnen schwere Camper stand auf dem Grünstreifen, dem Abhang gefährlich nahe. Um den Wagen in der schiefen Ebene zu halten, musste der 84 Jahre alte Fahrer die gesamte Zeit auf die Bremse treten.

Mit dem Kleinbus direkt in die Elbe

Weil ihr Navigationsgerät sie offenbar in die falsche Richtung führte, fuhren zwei Männer mit ihrem Kleinbus in einen Seitenarm der Elbe. Das Navigationsgerät lotste den Kleinbus geradeaus über einen Bootssteg ins Wasser.

Wegen Navi falsches Dach abgedeckt

Navis haben schon viele Autofahrer auf die falsche Fährte geführt. In Hessen kletterten 2012 Bauarbeiter im Vertrauen auf ihren elektronischen Pfadfinder auf ein Dach. Leider war es das falsche Dach, das sie abbauten.

Und so kann es gehen, wenn ein Engländer nach Rom zum Papst fahren will, seinem Navi vertraut und in einem deutschen Kleindorf herauskommt.

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