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Die Leiche von Simon Paulus wurde im Oktober im Hagenschießwald entdeckt.

Neues im Fall Paulus: Polizei übergibt Akten an Staatsanwaltschaft

Enzkreis/Pforzheim. Der Weg ist frei für den Prozess in einem der spektakulärsten Kriminalfälle der Region: Am Dienstag hat die Polizei die Akten im Fall Paulus an die Pforzheimer Staatsanwaltschaft übergeben.

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Leiche in einem Pforzheimer Waldstück aufgefunden

Diese prüfe nun die Unterlagen und entscheide dann für welche Delikte die Verdächtigen angeklagt werden, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Regina Schmid am Dienstag gegenüber der PZ. Es ist eine dicke Akte: Zu sichten sind rund 16.000 Seiten. „Die Verfahrensakte umfasst fünf Ordner mit je 500 Blättern – doppelseitig“, erklärte Polizeisprecher Frank Otruba am Dienstag: „Dazu kommen noch elf weitere Aktenordner mit Gutachten, Zeugenvernehmungen, Fahndungsmaßnahmen.“ „Die Soko Wagner hat insgesamt 395 Spuren abgearbeitet und 154 Maßnahmen durchgeführt, darunter Drohnenflüge und der Einsatz von Tauchern in der Enz“, so Otruba.

Fahndungserfolg im Fall Paulus: Kriminalkommissariats-Leiter im Interview
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So gelang der Fahndungserfolg im Fall Paulus

Zum 31. Januar sei die Sonderkommission, die vier Monate lang mit gut 40 Beamten ermittelt hat, offiziell aufgelöst worden.

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Pressekonferenz zum Fahndungserfolg im Fall Paulus

Leichenfund im Wald bei Pforzheim
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Leichenfund im Wald bei Pforzheim

Spurensuche Fall Paulus 01
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Nach Leichenfund: Polizisten durchkämmen Wald erneut

Ende August 2018 wurde der 50-jährige Büchsenmacher Simon Paulus getötet. Aus seiner Wohnung in Gräfenhausen wurden rund 30 Waffen entwendet. Seine Leiche wurde Anfang Oktober im Hagenschieß gefunden. Der Hauptverdächtige für das Tötungsdelikt, ein 29-jähriger Italiener aus Pforzheim, sitzt seit Mitte Oktober in Untersuchungshaft und schweigt. Ein 42-jähriger Deutscher aus Pforzheim, der bei der Beseitigung der Leiche geholfen haben soll, ist seit seiner Aussage wieder auf freiem Fuß. Ebenso wie zwei 26-Jährige aus Pforzheim – ein Grieche und ein Deutscher –, die den Erkenntnissen der Polizei zufolge gemeinsam mit dem Hauptverdächtigen einen Raubüberfall im Enzkreis verüben wollten. 

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