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Nur durch einen festen und dauerhaften Tritt auf die Bremse konnte ein 84-Jähriger sein schräg an einem Steilhang stehendes Wohnmobil davor bewahren, einen Abhang hinunterzurollen. In die missliche Lage hatte ihn sein Navi gebracht. 

Vom Navi auf steilen Hang geführt: Wohnmobil droht abzustürzen

Polizei und Feuerwehr wurden am Mittwoch um 0.15 Uhr von einem Camper-Ehepaar aus Ravensburg alarmiert, das sich in einer gefährlichen Lage befand. In der regnerischen Nacht waren die Eheleute auf dem Weg zu einem Stellplatz an einer engen Steigungsstrecke bei Bad Salzdetfurth (Kreis Hildesheim) mit ihrem Wohnmobil festgefahren. Der Grund: Sie vertrauten ihrem Navigationsgerät, der das Paar auf die enge und extrem steile Strecke geführt hatte.

Der Versuch, in der Dunkelheit rückwärts wieder zurückzufahren, ging schief. Der 3,5 Tonnen schwere Camper stand auf dem Grünstreifen, dem Abhang gefährlich nahe. Um den Wagen in der schiefen Ebene zu halten, musste der 84 Jahre alte Fahrer die gesamte Zeit auf die Bremse treten. Da kann man schon einmal ins Schwitzen und Zittern geraten.

Zunächst kam eine Polizeistreife, die die Freiwillige Feuerwehr verständigte. Auch die musste wegen des engen Weges und der Steigungsstrecke erfindungsreich sein. Letztlich zog ein Unimog das Wohnmobil bergauf bis zum Parkplatz eines Flugfeldes. Das Campingauto wurde dann langsam den Berg hinabgefahren. Durch das reibungslose Zusammenarbeiten aller Beteiligten konnte ein Schaden am Wohnmobil verhindert werden. Verletzt wurde ebenfalls niemand.

Sichtlich erleichtert wurde das Ehepaar von der Polizei zum Wohnmobilstellplatz am Solebad begleitet. Insgesamt waren 56 Feuerwehrleute im Einsatz.

Navi-Wahnsinn in Pforzheim und im Enzkreis

Ein 54-jähriger Lkw-Fahrer, der am Dienstag gegen 13 Uhr in Pforzheim den Anweisungen seines Navigationsgerätes blindlings gefolgt war, dürfte so schnell nicht mehr so leichtgläubig den Hinweisen folgen, denn er war mit seinem Sattelschlepper in eine viel zu enge Straße gelotst worden. Mit kleineren Unfallfolgen.

Ein rumänischer Lastwagenfahrer war Anfang 2017 gegen 13 Uhr einfach zu vertrauensselig, als ihm sein Navi auf der Kanzlerstraße in Pforzheim befahl, nach rechts abzubiegen. So landete er mit seinem 40-Tonner-Sattelzug im Enzauenpark. Die Bergung dauerte mehrere Stunden lang.

Probleme mit ihrem Navigationsgerät hatte 2011 eine 54-jährige Nissan-Fahrerin auf der Wilferdinger Höhe. Aufgrund missverständlicher Anweisungen fuhr die Frau verbotenerweise über zwei durchgezogene Linien und prallte auf der Gegenfahrbahn - ausgerechnet - auf ein Dienstfahrzeug der Autobahnpolizei.

Mit dem Kleinbus direkt in die Elbe

Weil ihr Navigationsgerät sie offenbar in die falsche Richtung führte, fuhren zwei Männer mit ihrem Kleinbus in einen Seitenarm der Elbe. Das Navigationsgerät lotste den Kleinbus geradeaus über einen Bootssteg ins Wasser.

Wegen Navi falsches Dach abgedeckt

Navis haben schon viele Autofahrer auf die falsche Fährte geführt. In Hessen kletterten 2012 Bauarbeiter im Vertrauen auf ihren elektronischen Pfadfinder auf ein Dach. Leider war es das falsche Dach, das sie abbauten.

Und so kann es gehen, wenn ein Engländer nach Rom zum Papst fahren will und in einem deutschen Kleindorf herauskommt, weil sein Navi das falsche Rom in Nordrhein-Westfalen ansteuert.

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