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Nicole Kaelber hat Intersport Schrey in die digitale Welt geführt. Mit ihrer großen Onlineerfahrung hat sie den Golden Sunday getestet und nutzt nun das Angebot des neuen Golden-Friday-Formats.  Foto: Privat 
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Dirk Kaelber muss sich inzwischen bei der Warenbeschaffung für die lokalen Pforzheimer Stores von Intersport Schrey immer öfter auch mit der Frage beschäftigen, was im Onlinegeschäft gut laufen würde.  Foto: Privat 

Intersport Schrey beim Golden Friday: "Wir sehen die Chancen unserer Internetaktivitäten"

Pforzheim. Der Golden Sunday, der von Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) und PZ-Medien kreierte erste digitale verkaufsoffene Sonntag in der Goldstadt, war für Nicole und Dirk Kaelber ein gelungenes Experiment, lokale Einzelhändler mit der Welt des Onlinebusiness vertraut zu machen. Die Geschwister, beide sind Geschäftsführer von Intersport Schrey, machen daher gerne beim Golden Friday am 3. Dezember mit.

PZ: Was haben Sie denn zuletzt online eingekauft?

Nicole Kaelber: Das war ein Plug-in für ein Online-Tool. Nichts Großes, aber trotzdem Nötiges.

Dirk Kaelber: Bei mir war es Ware auf einem B2B-Portal. Das geht bei den Sportartikel-Herstellern heutzutage teilweise nicht mehr anders.

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Wirtschaft

Golden Friday: Gemeinsam und digital zum Wow-Effekt

PZ: Man sieht Ihr Sportgeschäft auf fast allen Social-Media-Kanälen – persönliche Begeisterung oder wirtschaftliches Kalkül?

Nicole Kaelber: Anfangs war es nur meine persönliche Begeisterung für alles, was online passiert. Ich bin ein sehr technikaffiner Typ und probiere eben alles aus. Doch die Social-Media-Kanäle haben sich schnell als wertvolle Marketing-Medien entpuppt, um ganz exakt meine gewünschten Zielgruppen anzusprechen. Dafür nutze ich dann auch gerne die verlängerte Reichweite von PZ-Medien. Allerdings gilt in der Werbung nach wie vor: Die Mischung macht’s.

PZ: Herr Kaelber, wie stehen Sie zu Onlinewerbung?

Dirk Kaelber: Das ist die Domäne meiner Schwester. Ich beobachte das, mische mich aber nicht ein.

PZ: Kostet das Bespielen der Social-Media-Kanäle nicht viel Zeit?

Nicole Kaelber: Das nimmt schon viele Stunden meiner Arbeits- und Freizeit in Anspruch. Man muss nicht nur möglichst viele originelle, kreative Ideen haben. Ganz wichtig ist es, dass sich auf YouTube, Facebook, Instagram oder TikTok unterschiedliche Zielgruppen bewegen und sich dort quasi auch jeweils eine andere Sprache etabliert hat. Wir nutzen zum Beispiel Livevideos auf Facebook, stellen dabei unsere Mitarbeiter bei den Produkt- oder Markenvorstellungen als Spezialisten in den Vordergrund. Das kostet viel Zeit, aber es lohnt sich, in den sozialen Medien aktiv zu sein.

PZ: Ist der Erfolg im Umsatz messbar?

Dirk Kaelber: Man spürt das schon auf unserer Verkaufsfläche, wenn auch nicht immer sofort. In Verkaufsgesprächen klingt es manchmal an, dass ein Kunde das Produkt zuvor online von uns vorgestellt bekam. Es gibt aber auch Erfolgsgeschichten, die überraschend passieren, ohne dass man sie einfach erklären kann. Einen weißen Damensportschuh, den wir bei uns im stationären Handel nur sehr zögerlich abgesetzt haben, konnten wir nach einem Livevideo bis aufs letzte Paar online verkaufen. Da waren wir im Nu ausverkauft.

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Wirtschaft

Da freut sich auch der Weihnachtsmann: Online-Shopping am Golden Friday

PZ: Sie sind im Onlinegeschäft aktiv, waren beim Golden Sunday, dem ersten digitalen Verkaufssonntag in Pforzheim, dabei. Haben Sie keine Online-Berührungsängste?

Nicole Kaelber: Berührungsängste? Das ist die falsche Frage für mich. Wenn es um solche technischen Neuerungen geht, bin ich angstfrei. In unserem YouTube-Format „Gönn dir“ zeigen wir übrigens schon seit Längerem unsere selbst gedrehten Shopping-Videos mit authentischem Live-Charakter – da hatten wir zuvor schon Erfahrung mit dem Teleshopping à la Golden Sunday gesammelt.

Dirk Kaelber: Ich kann schon nachvollziehen, dass nicht jeder Einzelhändler über den Trend hin zum Onlinebusiness begeistert ist. Aber angesichts der Erfolge von den immer mehr wachsenden Onlinemarktplätzen muss man sich damit auseinandersetzen. Was man auf keinen Fall vernachlässigen darf: die individuelle Kundenbetreuung und Fachberatung vor Ort. Das findet man nicht im Internet.

PZ: Der lokale Einzelhandel im Internet – unnötig, lästiges Muss oder große Chance?

Nicole Kaelber: Diese Frage kann ich nicht für den gesamten Einzelhandel beantworten. Bei Intersport Schrey sehen wir die Chancen, die unsere Internetaktivitäten ergeben. Weitgehend Standard ist inzwischen aber schon die eigene Webseite des Einzelhändlers, möglichst responsiv, damit man auf dem Handy alles optimal lesen und erfassen kann. Aber nicht jeder lokale Einzelhändler wird gleich mit einem Shopsystem im Internet erwartet. Das gilt nicht zwingend für jede Art von Geschäft. An der Digitalisierung des stationären Handels führt kein Weg vorbei, aber nicht für jeden Händler ist ein Shop sinnvoll.

Dirk Kaelber: Ich bin froh, dass sich meine Schwester ums Onlinebusiness kümmert, und trage diese positive Entwicklung natürlich mit. Dabei wird meine Warenbeschaffung inzwischen zu einer Art Gratwanderung, denn ich muss mir nicht mehr nur überlegen, was bei uns in den lokalen Stores auf der Wilferdinger Höhe bei den Kunden ankommt. Immer mehr drängt sich nämlich auch die Frage auf: Was läuft gut im Internet?

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Wirtschaft

Golden Friday setzt auf Teleshopping und überraschende Händler-Angebote

PZ: Wie haben Sie den Golden Sunday erlebt?

Dirk Kaelber: Ich habe das Event unterwegs mobil verfolgt.

Nicole Kaelber: Ganz entspannt daheim vor dem Bildschirm. Ich habe mir die Videos der Kollegen angeschaut, die sich alle viel Mühe gemacht haben. Das war spannend.

PZ: Was hat Sie bewogen, am Golden Friday teilzunehmen?

Nicole Kaelber: Für uns ist das Teleshopping-Format schon vertraut. Wir wissen, dass das erfolgreich sein kann. Und natürlich sind wir gerne dabei, wenn es in der Goldstadt um neue Onlineaktivitäten und um digitale Experimente geht. Umso besser, wenn dabei noch Imagewerbung für den Pforzheimer Einzelhandel gemacht wird. Außerdem ist der kostenlose Lieferservice durch die PZ ein gutes Argument.

PZ: Welche Onlineaktivitäten darf man in Zukunft erwarten?

Nicole Kaelber: Wir sind gerade dabei nach unseren Erfahrungen mit Click & Collect und nach unseren Social-Media-Erfolgen einen neuen Onlineshop gestalten, der uns als stationären Einzelhändler noch agiler macht.

Dirk Kaelber: Ich bin stolz auf meine Schwester, die all diese neuen Entwicklungen souverän umsetzt. Zusammen sind wir ein unheimlich bewegliches Team – und gerade diese Agilität ist unser Trumpf.

Marketing-Ideen für Einzelhändler und Pforzheim-Sponsoren

Zwei Teilnahme-Pakete hat PZ-Medien für Einzelhändler beim Golden Friday kreiert. Die schon beim Golden Sunday erfolgreiche Variante beinhaltet eine im Video dargestellte Produktpräsentation mit bis zu sechs Angeboten. Diese Videos sind Teil eines moderierten Teleshopping-Videostreams auf www.golden-friday.com – am PC und überall mobil auf Tablets oder Handys zu sehen. Alle Angebote werden auf einer Händler-Unterseite mit Produktinfos, Preisen und Bestellformular präsentiert. Neu ist die Bezahlmöglichkeit per PayPal. PF-Logistik liefert die Ware am Tag nach dem Golden Friday, also am Samstag, 4. Dezember, kostenlos aus.

Sponsoren können bei der Onlineshopping-Aktion ein Zeichen für die Verbundenheit mit Pforzheim setzen. Sie tragen dazu bei, dass Pforzheimer Einzelhändler innovativ den Weg in die digitale Zukunft einschlagen können.

Details erfahren Sie von

Nadja Müller, PZ-Medien,

Telefon: (07231) 933-457

E-Mail: golden-shopping@pz-news.de

Thomas Kurtz

Thomas Kurtz

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