Pforzheim. Fake News, Social Media, Algorithmen – die Medienwelt ist komplexer denn je. Für junge Menschen gehört sie längst zum Alltag. Doch wie lässt sich erkennen, welche Informationen verlässlich sind? Genau hier setzt das Schulprojekt „KLASSE!“ der "Pforzheimer Zeitung" an – ein digitales Bildungsangebot, das Medienkompetenz in den Unterricht bringt.
Das Projekt ist ein multimediales, medienpädagogisches Angebot der PZ-Medien, das sich an Schulen aller Schularten richtet – von der Grundschule bis zur Berufsschule. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler im kritischen Umgang mit Medien zu schulen und ihnen zu vermitteln, wie sich Qualitätsjournalismus von Fake News unterscheidet.
Anlässlich des "Tag des Lokaljournalismus" hat "KLASSE!"-Projektleiterin Elisa Hazeldine den Klassen 8a und 8b der GMS Heckengäu in Wiernsheim einen Besuch abgestattet und über die Relevanz der Branche gesprochen. Den Artikel finden Sie am 5. Mai auf PZ-news und in der Printausgabe der "Pforzheimer Zeitung".


Medienexperte Clemens Beisel: „Das Problem ist eigentlich in jeder Familie vorhanden“
Unterricht im digitalen Raum
„KLASSE!“ versteht sich als Baukasten für den modernen Medienkunde-Unterricht. Lehrkräfte erhalten Zugriff auf umfangreiches digitales Lehrmaterial: Videos, Quizformate, E-Learning-Module und Präsentationen. Diese Inhalte können flexibel eingesetzt und an unterschiedliche Altersstufen angepasst werden.
Besonders im Fokus steht die Lebensrealität junger Menschen: Digitale Medien und soziale Netzwerke sind zentrale Bestandteile ihres Alltags. Das Projekt greift diese Realität auf und vermittelt Kompetenzen für einen sicheren und reflektierten Umgang mit Informationen.
Ein weiterer Vorteil: Das Angebot ist vollständig digital nutzbar – sowohl im Klassenzimmer als auch im Homeschooling. Damit reagiert das Projekt auf veränderte Lernbedingungen und ermöglicht ortsunabhängiges Lernen.


Fast alle Schüler verschätzen sich beim Thema Handynutzung
Zeitung wird zum Lernmedium
Ein zentrales Element des Projekts ist die direkte Verbindung zur journalistischen Praxis. Teilnehmende Klassen erhalten einen zeitlich begrenzten Zugang zum E-Paper und zu allen Artikeln der PZ-News-Plattform.
So können Schülerinnen und Schüler aktuelle Berichterstattung analysieren und das Gelernte unmittelbar anwenden. Gleichzeitig werden sie ermutigt, selbst journalistisch tätig zu werden: Eigene Artikel können eingereicht und veröffentlicht werden.


Jugendliche sind Fake News ausgesezt - so wichtig ist das PZ-Projekt KLASSE!
Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen
Die Relevanz des Projekts wächst mit den Herausforderungen der digitalen Öffentlichkeit. Studien zeigen, dass ein Großteil der Jugendlichen regelmäßig mit Falschinformationen im Netz konfrontiert ist.
„KLASSE!“ setzt genau hier an: Es vermittelt nicht nur Wissen über Medien, sondern stärkt die Fähigkeit, Inhalte kritisch zu hinterfragen. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur demokratischen Bildung. Denn wer Nachrichten beurteilen kann, kann sich auch fundierter eine Meinung bilden.


Schüler erfinden und produzieren ihre eigenen Fake News
Teil eines größeren Konzepts
Das Projekt der "Pforzheimer Zeitung" ist Teil einer bundesweiten Initiative. Die lokale Ausgestaltung durch die PZ verbindet dabei pädagogische Inhalte mit regionalem Journalismus: ein Ansatz, der Theorie und Praxis eng verzahnt.
„KLASSE!“ ist mehr als ein Unterrichtsprojekt. Es ist ein Versuch, junge Menschen in einer zunehmend unübersichtlichen Medienwelt zu orientieren. Durch die Kombination aus digitalen Lernformaten, journalistischer Praxis und kritischer Reflexion schafft das Projekt einen Zugang zu Medien, der sowohl alltagsnah als auch gesellschaftlich relevant ist.
Oder anders gesagt: Wer heute versteht, wie Nachrichten entstehen, ist besser vorbereitet auf die Welt von morgen.

