760_0900_115017_Gunther_Krichbaum_11.jpg
Der CDU-Kreisverband stehe klar zur Zukunft des Anti-Graffiti-Mobils, so Gunther Krichbaum.  Foto: Meyer 
760_0900_115018_Redaktionsgespra_ch_mit_Andreas_Sarow_03.jpg
Gegenwind in Sachen Graffiti bläst CDU-Stadtrat Andreas Sarow von Seiten des CDU-Kreisverbandsvorsitzenden entgegen.  Foto: Moritz 

CDU-Kreisverbandschef Krichbaum geht beim Anti-Graffiti-Mobil hart auf Distanz zu Sarow

Pforzheim. Das gerade von konservativen Parteifreunden und Unterstützern des Anti-Graffiti-Mobils (AGM) wie dem Verein „Pforzheim mitgestalten“ lange erwartete Signal des Kreisverbands zu Aktivitäten des CDU-Stadtrats Andreas Sarow ist da. „Der CDU-Kreisverband steht klar zur Zukunft des AGM“, so der Vorsitzende Gunther Krichbaum in einer am Samstagabend versandten Mitteilung. Es gebe „keinerlei Grund, an der Sinnhaftigkeit dieses bürgerschaftlichen Projekts zu zweifeln“.

Wie berichtet, hatte sich Sarow, neben Philipp Dörflinger Bewerber um die CDU-Landtagskandidatur, vehement für legales Graffiti stark gemacht und in Sozialen Medien das mutmaßliche vorläufige Aus des AGM verkündet. Natürlich könne man in der CDU auch abweichende Meinungen äußern, sagt Krichbaum, spreche dann aber nicht für die ganze Partei. Dem beherzten Einsatz der AGM-Kräfte sei es zu verdanken, dass Graffiti weitgehend aus Pforzheims Straßenraum verbannt werden konnten. Doch würden immer noch fast täglich Fassaden und Flächen mit illegalen Graffiti beschmiert.

„Wenn wir dem nicht schnell begegnen, laufen wir Gefahr, dass die Stadt bald wieder so aussieht wie vor 20 Jahren“, so Krichbaum, der zu den Initiatoren des AGM gehörte. Es sei „weitestgehend unumstritten“, dass legale Graffiti-Flächen im Umfeld illegale Graffiti nach sich zögen: „Wer also wissentlich illegale Schmierereien fördert, der muss auch klipp und klar sagen, wie die Schäden beseitigt werden.“ Die AGM-Initiative kündige „völlig zu Recht“ an, die Arbeit einzustellen, wenn man ihre jahrelangen Bemühungen derart konterkariere. Dies alles habe nichts mit Kunstfreiheit zu tun. Ein Grundrecht auf Sachbeschädigung gebe es nicht.