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Der 36-jährige Angeklagte soll sofort gewusst haben, um was es geht. Symbolbild 

„Es schien so, dass er sofort wusste, um was es geht“: Beamter erzählt von Festnahme des Angeklagten im Prozess um getöteten Schmuckhändler

Karlsruhe/Pforzheim/Unterreichenbach. „Er hat einen nachdenklichen und in sich vertieften Eindruck gemacht“, erzählte ein Kommissar am zehnten Verhandlungstag im Fall des getöteten Pforzheimer Schmuckhändlers. Zusammen mit einem weiteren Beamten hatte er den Angeklagten am 28. Juni 2019 nach dessen Festnahme in Meckenbeuren zur Vernehmung nach Karlsruhe gefahren.

„Für mich hat er einen gezeichneten Eindruck hinterlassen und es schien so, dass er sofort wusste, um was es geht“, so der Beamte.

Doch trotz der angespannten Lage habe sich die Fahrt als angenehm erwiesen. Weitere Kenntnis über die Geschäfte des Angeklagten konnte die Schwurgerichtskammer durch die Aussagen eines 63-jährigen Goldschmieds gewinnen. Dort habe der Angeklagte zahlreiche Gussformen für Schmuck herstellen lassen und ihm gegenüber erwähnt, dass er etliche Anfragen hinsichtlich synthetischer Diamanten habe.

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Ein 51-jähriger Einzelhändler aus Nürnberg bestätigte den wachsenden Markt dieser Diamanten und erhielt im April über den getöteten Schmuckhändler den Kontakt zum Angeklagten. Ihm gegenüber soll der 36-Jährige später gesagt haben, dass das Opfer vermutlich nach Thailand verschwunden sei und er deshalb Stress mit der Polizei habe und sich deshalb später melde. Fortgesetzt wird der Prozess am 12. Mai, 9 Uhr.

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