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Der Tatort: Direkt am Sommerberghotel wird am Dienstag dieses Schaf tot aufgefunden.
Schaf Bad Wildbad
Ein grausiger Anlick bot sich am Sommerberg in Bad Wildbad. Ein Schaf fiel einem tierischen Angreifer zum Opfer.

Schafsriss beim Touristenmagnet – ist ein Wolf dafür verantwortlich?

Bad Wildbad. Die Berichte über gerissene Tiere in der Region mehren sich. Am Dienstag kam es in Bad Wildbad zu einem Angriff auf ein Schaf. Das Tier kam dabei zu Tode. Ob es sich beim Angreifer tatsächlich um einen Wolf handelt, ist noch unklar. Laut einer Mitteilung der Gemeinde sei "eine Wolfsattacke wahrscheinlich".

Die Forstliche Versuchsanstalt (FVA) nahm am Ort des Angriffs, unmittelbar am Sommerberghotel auf dem gleichnamigen Hausberg, DNA Proben. Nach Rücksprache mit dem Umweltministerium in Stuttgart erfolge eine offizielle Information erst, wenn die DNA Probe den Verdachtsfall bestätigt habe.

Erst am Sonntag war ein Wolf von einer Fotofalle bei Forbach im Murgtal automatisch abgelichtet worden. Am 30. April wurde ein Raubtier von einer Wildtierkamera im Jagdgebiet auf dem Sommerberg aufgezeichnet. Exakt ein Jahr nach der Wolfsattacke zwischen Bad Wildbad und Enzklösterle, bei der über 40 Schafe ums Leben gekommen waren.

Mack wertet die Sichtung auf Bad Wildbader Gemarkung Ende April als Indiz dafür, dass ein Wolfsriss auf dem Sommerberg nicht ausgeschlossen werden könne. „Wir als Stadt möchten in dieser Sache für die größtmögliche Transparenz sorgen und unsere Bevölkerung informieren“, schreibt der Bürgermeister in einer Mitteilung.

Reaktion des Umweltministeriums 

Das Umweltministerium bestätigte den Nutztierriss in einer unlängst veröffentlichten Mitteilung. So seien Rissabstriche zur genetischen Analys an das Senckenberg-Institut geschickt worden. Zudem  wären "verlässliche Aussagen darüber, was für ein Tier für den Riss verantwortlich ist, bis zum Ergebnis der Analyse nicht möglich", wie aus der Mitteilung hervorgeht. Wie in allen anderen Fällen auch, seien die angegriffenen Schafe nicht wolfssicher eingezäunt gewesen, der Eigentümer des getöteten Tieres werde dennoch unbürokratisch entschädigt.

Die forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) hat am Dienstag außerdem ein Fotofallenbild vom 5. Mai erhalten, das einen Wolf bei Forbach (Landkreis Rastatt) zeigt. Auch Forbach liegt in der Förderkulisse Wolfsprävention. Die FVA hat die örtlichen Wildtierbeauftragten über den Sachverhalt informiert und um vermehrte Aufmerksamkeit bezüglich weiterer Beobachtungen gebeten.

Nutztierhalterinnen und -halter könnten bei noch unzureichendem Herdenschutz über die FVA die vom Umweltministerium bereitgestellten Notfall-Zaunsets beziehungsweise Flatterband mit Stangen für 1,2 m Höhe ausleihen.

Das Umweltministerium weist erneut darauf hin, dass eine Entschädigung bei unzureichend geschützten Tieren nur noch bis Ende Mai gezahlt wird. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Förderkulisse Wolf seit einem Jahr, ab dann ist ein ausreichender Herdenschutz, zum Beispiel eine lückenlose Elektroumzäunung in einer Höhe von 90 Zentimetern, Voraussetzung für Entschädigungszahlungen. Empfohlen wird eine Umzäunung in Höhe von mindestens 105 Zentimetern.

Wolfssichtungen gibt es wiederholt und leider gehen Begegnungen zwischen Meister Isegrim und Nutztieren, wie etwa Schafen nicht immer glimpflich aus: Bad Wildbad bleibt Wolfsrevier: Tier tappt exakt ein Jahr nach Schafsrissen in Fotofalle.

Bad Wildbad: Ist die Koexistenz von Wolf und Schaf möglich?
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Bad Wildbad: Ist die Koexistenz von Wolf und Schaf möglich?

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Mehr als 40 tote Schafe nach Wolf-Attacke

Das richtige Verhalten

Das Umweltministerium des Landes hat einige Verhaltensregeln aufgestellt, sollte man einem Wolf begegnen. Grundsätzlich bestehe auch nachts keine Gefahr für Menschen jeglichen Alters.

  • Tieren sollte mit Respekt begegnet werden, halten Sie Abstand, gehen Sie nie auf die Tiere zu und bedrängen Sie diese nicht.
  • Machen Sie sich durch lautes Reden, Rufen und in die Hände klatschen bemerkbar. Bleibt der Wolf stehen, entfernen Sie sich langsam unter lautem Reden.
  • Unter keinen Umständen füttern. An Futter gewöhnte Wölfe können dieses aufdringlich oder aggressiv einfordern. Auch eine indirekte Fütterung – zum Beispiel Liegenlassen von Speiseresten, Schlachtabfällen – ist zu vermeiden.
  • Falls Sie einen Hund bei sich führen: Leinen Sie diesen an, da er von Wölfen als Eindringling in ihr Revier angesehen werden kann. 

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat auf seiner Homepage Informationen zum Wolf und verschiedene Verhaltensregeln veröffentlicht

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