Im Kampf gegen Luftschadstoffe setzt Stuttgart jetzt auch auf Moos: Unweit von Deutschlands schmutzigster Kreuzung am Neckartor wird seit Mittwoch eine 100 Meter lange und gut drei Meter hohe Metallwand mit Moosmatten behängt. Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass Moos in der Lage ist, extrem mit Feinstaub belastete Luft zu reinigen.
Vor allem das Graue Zackenmützenmoos sei besonders gut geeignet, die Schadstoffe aufzunehmen und sogar abzubauen, sagte Botaniker Martin Nebel, Moos-Experte des Naturkundemuseums in Stuttgart. Bis Freitag soll die ganze Wand behängt sein. Würde man das feinblättrige Moos ausbreiten, hätte man eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes, sagte Nebel.

