Nach Freitod von Kripo-Chef: Psychologe über Belastung

Symbolbild: dpa
Pforzheim
Bestürzung nach Freitod von Kripo-Chef

PFORZHEIM. Je höher jemand in einer Position steige, desto größer sei die Belastung. Man sei gezwungen, Multitasking zu betreiben und stehe vielleicht noch in der Öffentlichkeit - und dann werde es immer schwieriger, demjenigen zu helfen, wenn er mit den Belastungen nicht mehr fertig werde: Das sagt Joachim Kepplinger, Psychologe und Therapeut und Leiter der Koordnierungsstelle für Konflikthandhabung und Krisenmanagement an der Akademie der Polizei Baden-Württemberg in Freiburg.

{element}Es hat sich bundesweit herumgesprochen, dass der Pforzheimer Kripo-Chef und stellvertretende Leiter der Polizeidirektion, Harald Kusterer, sich erschossen hat. Kepplinger macht aber auch deutlich: Hohe Belastung und Bewältigungsverhalten würden nicht nur für hohe Polizisten gelten. Im übrigen sei jede Person anders gestrickt, komme alleine besser oder schlechter mit der Belastuung klar. Aber jeder habe einen Anspruch auf Hilfe im Betrieb, sei es durch Coaches, Vorgesetzte oder deren Delegierte. ol

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