nach oben
Hamster wird aus Zigarettenautomat gerettet © Keller
06.05.2014

10-Jährige ruft Feuerwehr: Hamster steckt in Zigarettenautomat fest

Pforzheim. Die zehnjährige Vanessa ist in Tränen aufgelöst, die Feuerwehr steht vor schier unlösbaren Problemen: Ein ausgebüxter Hamster hat am Dienstag bis zum späten Abend die Einsatzkräfte und wohl die allermeisten der an der Stettiner Straße lebenden Kinder in Atem gehalten. „Finchen“ heißt der neugierige Wühler, der im Haidach in einen Zigarettenautomaten schlüpfte und von dem danach nichts mehr zu sehen war. Für die hinzugerufene Feuerwehr war da im Wortsinn guter Rat teuer.

Bildergalerie: Feuerwehr rettet Hamster aus Zigarettenautomat

Wie Vanessa beteuerte, war es das erste Mal, dass „Finchen“ mit nach draußen durfte – und, so die Mutter, wohl auch das letzte Mal. Die Zehnjährige zeigte „Finchen“ die Welt und setzte den Hamster irgendwann einer Freundin auf die Hand. Diese kam dann offenbar dem Zigarettenautomaten etwas zu nahe. Das Tier entwischte, beide Mädchen weinten, die Feuerwehr rückte an.

Mit einer Mini-Kamera versuchten die Helfer, das eingesperrte „Finchen“ ausfindig zu machen – zunächst ohne Erfolg. Und nun? Den Automaten aufbrechen und das Tier retten, dabei aber hohen Sachschaden anrichten? Die Einsatzleitung hatte Bedenken. Vergeblich versuchte sie, über die auf dem Automaten angegebene Service-Telefonnummer den Aufsteller zu erreichen. Immer größer wurde derweil die Traube von Menschen, die den außergewöhnlichen Einsatz mitverfolgten und sowohl „Finchen“ als auch seinen Helfern die Daumen drückten. Der Leitstelle gelang es schließlich, Kontakt zu einem Service-Mitarbeiter herzustellen. Um 18.45 Uhr war das Malheur der Feuerwehr gemeldet worden, gegen 21.30 Uhr war schließlich der Mann mit dem Schlüssel vor Ort.

Eben jenen Schlüssel drehte er um, öffnete den Automaten und gab sogleich Entwarnung. Ganz unten in einem Eckchen saß „Finchen“, vielleicht ein wenig aufgeregt, aber unversehrt. Die Feuerwehrmänner konnten der überglücklichen Vanessa ihr geliebtes Tier wieder in die Hände geben – sie sorgten damit nicht nur bei der Zehnjährigen, sondern bei allen Nachbarskindern für leuchtende, wenn auch immer noch etwas feuchte Augen.

Leserkommentare (0)