Fastenmonat Ramadan beendet

Seibel
Pforzheim
Fastenbruch verbindet Muslime und Christen

Unter das Motto „Nachbarschaft“ – gleich welcher Religion die Nachbarn angehören – hat die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) den diesjährigen muslimischen Fastenmonat Ramadan gestellt. Es ist guter Brauch des Moscheevereins, zum traditionellen Fastenbruch zur Halbzeit des Ramadan christliche Gäste einzuladen. Genauso traditionell wird die Grußbotschaft der evangelischen Christen überbracht. Und die birgt nach den furchtbaren Ereignissen von Norwegen eine besondere Brisanz.

Die von „Gotteskriegern“ verübten Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA und der Anschlag eines selbsternannten christlichen „Tempelritters“ in Oslo beziehungsweise das Massaker in Utoya zeigten, „wie Religionen missbraucht werden und wie groß die Herausforderungen für Menschen unterschiedlicher Religionen sind, ein friedliches Zusammenleben zu gestalten“, schreibt der evangelische Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe). Im Fasten werde „das Gewissen geschärft“.