Pforzheim. In Zeiten des Sparkurses scheint der Busstreit weit weg, auch der Ersatzverkehr übertüncht, dass sich der öffentliche Nahverkehr bis zum 11. Dezember in einem Ausnahmezustand befindet. Doch die Schärfe des Konflikts wird in Erinnerung bleiben – am Samstag hat der SVP-Betriebsrat noch einmal seinem Ärger Luft gemacht, die bekannten Vorwürfe an Stadt und SVP erneuert, die diese sogleich zurückwiesen.
Die Arbeitnehmervertreter hatten alles versucht, um das Rathaus an den Verhandlungstisch zu bringen – am Ende ohne Erfolg. Die Kommunalpolitik, die das SVP-Ende nicht gewollt hatte, sah sich außerstande, mehr als das Kapital der Tochtergesellschaft anzubieten. Das Ergebnis des Busstreits waren für alle Beteiligten nervenaufreibende Wochen völliger Unsicherheit – für die Betroffenen vom Schüler bis zum Senior wie für die Streikenden selbst. „Fahren Sie?“ wurde zeitweise zur Begrüßungsformel an Haltestellen, die PZ-Redaktion erhielt Anruf um Anruf.
Auch der Handel habe die Folgen deutlich zu spüren bekommen, so Sprecher Horst Lenk, der nun auf Stabilität hofft. Nicht nur Umsatz habe die Ungewissheit während der Streikzeit gekostet – sondern auch und besonders Image.




