Die Tänzer wurden von Bernd Roßnagel, Sabine Torres-Kramski und Joachim Llambi bewertet.

Seibel
Pforzheim
Let’s Dance in Pforzheim: Melina Dilanas holt den Pokal
  • Kim Späth

Einen Tag zuvor saß Starjuror und ehemaliger Profitänzer Joachim Llambi noch neben Motsi Mabuse und Jorge Gonzalez am Jurypult in Köln bei der RTL-Show „Let’s Dance“. Am Samstag ließ er die Teilnehmer des Pforzheimer Pendants zur RTL-Tanzshow im Galeria Kaufhof zittern. Sechs Tänzerinnen und Tänzer aus der Region hatten sich qualifiziert, und durften sich mit einem Profi an der Seite vor dem großen Publikum und der Fachjury beweisen.

Mit großem Abstand sicherte sich die 19-jährige Chemiestudentin Melina Dilanas aus Karlsruhe mit ihrem Tanzpartner Sergiu Luca die meisten Punkte und gewann so den begehrten Pokal. Ihr Tango begeisterte Jury und Publikum gleichermaßen: „Jeder hier konnte sehen, dass das die beste Vorstellung des Abends war“, fasste Llambi zusammen. Auch die Profitänzer Sabine Torres-Kramski und Bernd Roßnagel vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim, die neben Llambi in der Jury saßen, waren überzeugt. „Es war eine sehr anspruchsvolle Choreographie mit vielen sauberen Figuren, die ihr sehr gut gemeistert habt“, sagte Torres-Kramski.

Aber auch die anderen Tänzer bewiesen ihr Taktgefühl und ihre Körperbeherrschung. Auf dem Programm standen Rumba, Cha-Cha-Cha, Walzer, Paso Doble, Tango und Contemporary. Jedem der Amateur-Tänzer wurde ein anderer Stil und Profi-Tanzpartner zugeteilt.

Zum Üben blieben den Paaren dann nur wenige Stunden, bevor es im Kaufhof auf das Parkett ging. Gewohnt bissig und direkt aber ebenso humorvoll kritisierte Llambi die Tänzer und amüsierte damit das Publikum. So kommentierte er die seiner Meinung nach viel zu kurze Hose des Tänzers Sergiu Maruster, verglich Tanzschritte mit Karate und flirtete mit seiner hübschen Jurykollegin Torres-Kramski. Im Vergleich zur ersten Auflage der Tanzshow wurde in diesem Jahr einiges professionalisiert. Kurze Videos zeigten die Tanzpaare vor ihrem Auftritt beim Training, die Outfits der Tänzer wurden von Designer Sebastian Ellrich gefertigt und auch die Moderation von Anja Polzer, Gewinnerin der zweiten „Bachelor“-Staffel gaben der Veranstaltung einen gewissen Glamour-Faktor.

Statt Werbepause wurde den Zuschauern vor der Entscheidung musikalisch einiges geboten. Der Sänger Andy Hermes, bekannt aus „The Voice of Germany“ und das junge Geigen-Talent Noah zeigten ihr Können. In die Entscheidung wurden, wie auch in der Fernsehshow, die Zuschauer einbezogen. Wer den lautesten Applaus bekommt, rutscht in der Wertung weiter nach oben. Dem Siegerpaar dicht auf den Fersen waren sowohl die Zweitplatzierten Regina Luca und Tanzpartner Christopher mit dem Cha Cha Cha und Gunther Bessinghoff und Jacquline Joos mit der Rumba.

Die Resonanz der Besucher war gewaltig: dicht gedrängt versuchten die knapp 2000 Zuschauer und Fans einen möglichst guten Blick auf Tänzer und Prominente zu bekommen.

Veranstalterin Ines Richter ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. „Unser Ziel, die Besucherzahlen aus dem letzten Jahr zu toppen, haben wir erreicht. Pforzheim ist eine Tanzstadt und die große Resonanz zeigt, dass die Besucher von dem Format überzeugt sind.“  

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