Bernhard Kruppa (rechts) erläutert den PZ-Lesern das Innenleben eines Einsatzfahrzeugs in der Halle an der Habermehlstraße. Foto: Ketterl
Sie hatten Losglück: Die PZ-Leser bei der Berufsfeuerwehr vor dem Einsatzfahrzeug mit der Drehleiter. Die Führung übernehmen Bernhard Kruppa und Guido Lobermann (oben Zweiter und Dritter von rechts). . Foto: Ketterl
An solchen Stangen rutschen im Alarmfall die Feuerwehrmänner nach unten. . Foto: Ketterl
Pforzheim
PZ-Leser blicken hinter die Kulissen der Berufsfeuerwehr
  • Olaf Lorch-Gerstenmaier

Pforzheim/Enzkreis. Mit jeder Minute wächst der Respekt, den die PZ-Leser den Floriansjüngern zollen. Sie sind zu Gast in den Räumlichkeiten der Berufsfeuerwehr an der Habermehlstraße. Als Bernhard Kruppa, stellvertretender Wachbereitschaftsführer, aus dem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug einen Schlauchtragekorb herauszieht und auf den Boden der Fahrzeughalle stellt, wird aus Respekt ungläubiges Staunen: Mit zwei von den Dingern eventuell in den fünften, sechsten oder siebten Stock eines brennenden oder verrauchten Hauses? Und das mit schwerem Atemschutzgerät?

„Und dann fängt die Arbeit erst richtig an“, sagt Kruppa. Man glaubt ihm gerne, dass er und seine Kollegen regelmäßig zum Gesundheits- und Fitness-Check müssen. Die PZ-Leser inspizieren die Räume mit Schlaghammer, Arm-Ergometer, Laufband, Endlosleiter, Fahrrädern und der 40 Meter langen Orientierungsstrecke – beim Training ist der Käfig über zwei Etagen stockdunkel, und alles ist voll Rauch. Sie bekommen einen Eindruck, welchen Belastungen die Beamten der Berufsfeuerwehr und die Ehrenamtlichen der acht Freiwilligen-Abteilungen ausgesetzt sind, wenn sie nur wenige Minuten nach der Alarmierung am Brandherd eintreffen und oftmals Leben retten – unter Einsatz ihrer eigenen Unversehrtheit.

Guido Lobermann, einer der beiden stellvertretenden Kommandanten, hat zuvor im Lehrsaal die knapp zwei Dutzend Leser in die Theorie eingeführt, ihnen Zahlen und Fakten präsentiert, Fragen der Besucher beantwortet, Anekdoten erzählt, auf richtige Verhaltensweisen hingewiesen – und Applaus geerntet.

„Ich habe bei der Auslosung Glück gehabt“, sagt eine Leserin. Diesen Morgen in der Hauptfeuerwache hätte sie nicht missen wollen. Im kommenden Jahr will sie unbedingt wieder dabei sein. Das tun sie alle.