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Wegen Sturmschäden wird derzeit die Fassade gerichtet und Schmierereien werden entfernt. Auch drinnen tut sich was in der Schwarzwaldsängerhalle und ihren „Schwarzwaldstuben“.  Foto: Ketterl
Wegen Sturmschäden wird derzeit die Fassade gerichtet und Schmierereien werden entfernt. Auch drinnen tut sich was in der Schwarzwaldsängerhalle und ihren „Schwarzwaldstuben“. Foto: Ketterl
19.01.2016

Schwarzwaldsängerhalle in Brötzingen bald wieder offen

Die schlechte Nachricht: Zum Jahreswechsel hat sich der bisherige Pächter Ivan Adamek verabschiedet, seither ist die Schwarzwaldsängerhalle in Brötzingen geschlossen. Die gute: Bereits zum 1. Februar soll das Restaurant wiedereröffnet werden und damit der Veranstaltungsraum wieder zur Verfügung stehen. Entsprechend groß ist die Erleichterung.

Von großer Bedeutung sei die Halle für die Weststadt, sagt Fritz Sinzenich, der Vorsitzende des Bürgervereins, der seine Donnerstagssitzung vorerst in der „Amalienstube“ an der Mühlstraße abhält: „Natürlich wären wir interessiert, dass uns die Halle erhalten bleibt und es weitergeht.“

Größere Investitionen

Mehrere Vereine tagen dort, darunter das Rebstock-Quartett und die Vogelzüchter, aber auch die Singgemeinschaft Männerchor Pforzheim-Brötzingen. Deren Vorsitzender Dieter Zachmann gibt denn auch auf PZ-Nachfrage Entwarnung. Der neue Pächter, der „einen guten Eindruck“ mache, sei bereits dabei, sich einzurichten, so dass zum Monatsbeginn die Halle unter neuer Regie wiedereröffnet werden könne. Es handelt sich laut Zachmann um Ahmet Kurt, der unter anderem an der Eutinger Straße einen Obst- und Gemüsehandel betreibt. Zachmann stellt heraus, dass man mit dem Vorgänger zufrieden gewesen sei, dieser sich aber nach sieben Jahren habe beruflich verändern wollen.

Für die Singgemeinschaft wie für die weiteren Teileigentümer der Schwarzwaldsängerhalle sei der nahezu nahtlose Übergang wichtig. Denn neben den weiterzuzahlenden Stromkosten stehen Investitionen an. Die von Sturmschäden gezeichnete Fassade müsse für rund 200.000 Euro gerichtet werden. Auch Schmierereien von Demonstranten am Rande des Auftritts der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry gilt es zu entfernen. Zudem stehen in der Küche und an der Beleuchtung im Gastraum Renovierungen an.

Zachmann betont, dass man den Neuen mit der Pacht nicht überfordern wolle: „Unsere Unterstützung hat er.“ Die Halle, die bestuhlt bis zu 500 Menschen, an Tischen für Bankette 250 bis 300 Besucher fasse, biete sich für große Veranstaltungen an. Auch der Mittagstisch sei gut angenommen worden. Ahmet Kurt, der PZ-Lesern auch als Organisator der Yeziden-Hilfe für Flüchtlinge im Irak bekannt ist, werde in den „Schwarzwaldstuben“ weiter gutbürgerliche Küche anbieten.

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