Kämpfelbach-Bilfingen. Michael Großmann (41) aus dem Kämpfelbacher Ortsteil Bilfingen ist ein Hobby-Fotograf aus Leidenschaft. Seine Heimatgemeinde hat er berühmt gemacht, weil ihm auf der Ebb weltweit erstmalig eine wissenschaftliche Sensation gelang: einen Regenborgen dritter Ordnung zu fotografieren.
Das Phänomen war nur aus theoretischen Berechnungen bekannt und in freier Natur noch nie fotografiert worden. Das Besondere an diesen Regenbögen: Sie liegen nicht, wie die üblichen Exemplare, der Sonne gegenüber, sondern bilden Farbringe um die Sonne herum. Möglich sind diese Erscheinungen nur äußerst selten und unter bestimmten Wetterbedingungen: Regenbögen dritter Ordnung sind mehrfach gespiegelt und entstehen durch eine hohe Überstrahlung. Das passiert, wenn eine starke Regenfront vor die tiefstehende Sonne rückt.
Großmann wohnt seit 2004 an der Großen Brunnenstraße in Bilfingen. Er ist verheiratet, hat ein Kind und zwei Stiefkinder. Der gelernte Industriemechaniker zog von Karlsruhe in den Enzkreis und arbeitet in Pforzheim bei der Firma Detlev Hofmann Präzisionsmaschinenbau an CNC-Teilapparaten. So wichtig, wie Präzision für Großmann am Arbeitsplatz ist, geht es in Sachen Genauigkeit auch bei seinem faszinierenden Hobby zu: Mit atmosphärischer Optik und Leuchterscheinungen beschäftigt sich der Bilfinger seit 2004. In den zurückliegenden Jahren wurde die Ebb zu seinem Hausberg, auf dem er so viel Zeit zubringt, wie irgend möglich. Immer auf der Jagd nach einem tollen Schuss in den Himmel. Seine Spiegelreflexkameras Canon EOS 450 D und Nikon DX 40 gehören zu den Wegbegleitern, die er im Auto stets griffbereit hat.

