Für über 100 Flüchtlinge hat der Enzkreis zwei neue Wohngebäude geschaffen. In zwei Gewerbegebieten in Engelsbrand und Feldrennach wurden Objekte zu Unterkünften im Wohnheimstandard ausgebaut.  

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Enzkreis eröffnet zwei neue Wohnheime für insgesamt über 100 Flüchtlinge
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Engelsbrand/Feldrennach. Für über 100 Flüchtlinge hat der Enzkreis zwei neue Wohngebäude geschaffen. In zwei Gewerbegebieten in Engelsbrand und Feldrennach wurden Objekte zu Unterkünften im Wohnheimstandard ausgebaut. Die Belegung der Immobilien läuft ab sofort.

Am Salmbacher Weg 52 im Engelsbrander Gewerbegebiet werden bis zu 44 Flüchtlinge eine neue Bleibe finden. Wie das Landratsamt mitteilt, hat der Enzkreis dort ein Gewerbeobjekt angemietet und zu einer Unterkunft im Wohnheimstandard umgebaut. Erd- und Obergeschoss dienen nun Wohnzwecken, im Dachgeschoss sind Verwaltungs- und Aufenthaltsräume untergebracht. Im Untergeschoss – einst Lager und Garage – befindet sich jetzt der Sanitärbereich. Auch die sanitären Anlagen in den einzelnen Geschossen wurden erweitert. In den eingerichteten Gemeinschaftsküchen haben die Menschen die notwendige Ausstattung, um sich selbst zu versorgen.

„Die ersten Flüchtlinge ziehen ab sofort ein. Es handelt sich um Familien, die bisher in Notunterkünften im Enzkreis untergebracht waren“, sagt Cordula Allgaier-Burghardt, stellvertretende Leiterin des Amtes für Migration und Flüchtlinge. Deren Sozialbetreuung ist ebenfalls bereits in die Wege geleitet; im Objekt wurde für die Arbeit des Trägers „Q-Prints&Service“ und der Ehrenamtlichen ein gesonderter Raum vorgesehen. Zudem wird ein Sicherheitsdienst das Gebäude bestreifen.

Auch in Feldrennach werden ab sofort Flüchtlinge eine neue Bleibe finden: Bis zu 63 Menschen wird der Enzkreis an der Daimlerstraße 11 im Gewerbegebiet „Hube“ unterbringen. Der Kreis hat dort ein Gebäude zu einer Flüchtlingsunterkunft im Wohnheimstandard umgebaut. Das Erdgeschoss verfügt über mehrere, verschieden große Räume, die als Aufenthalts- und Wohnbereich genutzt werden. In den Gemeinschaftsküchen wurden Küchenzeilen eingebaut. Ein Supermarkt ist fußläufig zu erreichen. Im Untergeschoss, wo früher Produktionsflächen und ein Lager waren, sind nun die Sanitäranlagen.

„Die Menschen, die hier einziehen werden, kommen ebenfalls aus Notunterkünften im Enzkreis. Es handelt sich um Familien vor allem aus Afghanistan, Eritrea, Irak und Syrien“, so Allgaier-Burghardt. Zudem wird das Gebäude nebenan „geleert“: Die Flüchtlinge, die bereits seit längerer Zeit dort wohnen, ziehen an die Daimlerstraße 11 um. „Das Gebäude Nummer 9 wird dann ebenfalls umgebaut. Dort sollen zum Beispiel Räume für die Ehrenamtlichen entstehen, die die Flüchtlinge betreuen werden.“ Zudem ist hier eine Sozialbetreuung durch den Verein „miteinanderleben“ vorgesehen; für dessen Arbeit wurde im Objekt ein eigener Raum eingerichtet. Rund um die Uhr wird außerdem ein Sicherheitsdienst vor Ort sein.