Hamburg/Remchingen. Das Telefon klingelt. Startschuss für ein Gespräch mit Max Giesinger. Er hat etwas Zeit, bevor er zum nächsten Radio-Interview muss. Nicht viel. Ein Gedanke zwingt sich auf: „Der Junge, der rennt“. So heißt seine neue Platte, so muss sich sein Leben gerade anfühlen. Im Sprint, im Dauerlauf von einem Termin zum nächsten, sechs bis acht am Tag. Max Giesingers’ CD ist seit Anfang April auf dem Markt, schießt gerade unter die Top 20 der Charts, ist Album der Woche beim Hessischen Rundfunk. Der 27-Jährige tritt im ARD-Morgenmagazin auf und sein Song „80 Millionen“ gilt derzeit als drittmeistgespieltes Lied in den Radiostationen.
„Dass es so abgeht, habe ich nicht gedacht“, muss sich der ehemalige „The Voice Of Germany“-Finalist, der 2011 in der Show Vierter wurde, manchmal selbst kneifen. Mit diesem Karriereschub haben wohl auch die wenigsten Besucher des PSD Classic Konzerts gerechnet, bei dem Max Giesinger in gemütlicher Atmosphäre Ende November auf dem Golfclub Johannesthal in Königsbach aufgetreten war. Schon damals hat der Musiker von seiner neuen Platte geschwärmt, in der so viel von ihm stecke – ehrlich, authentisch, einfach Max. „Das Ding wird durchstarten“, so der Junge, der an sich glaubt. Schon immer. Auch in der Phase nach der TV-Castingshow, als der Neustart ohne die Hilfe von Coach Xavier Naidoo nicht so ganz gelingen wollte. Das war um die Jahreswende 2012/2013 und seine Karriere am Tiefpunkt mit Auftritten vor zählbarem Publikum und wenig sozialen Kontakten. Im winterlich-kalten Berlin – weit weg vom heimischen Süden, wo unter anderem sein Vater in Remchingen wohnt. Weit weg vor allem vom großen Erfolg. „Aber ich wusste immer, Musik ist das, was ich machen will, einen Plan B habe ich nicht“, sagt Giesinger. Denn ein beruflicher Abstecher in die Bankenbranche war nur von kurzer Dauer.
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