Ein 34-jähriger Asylbewerber aus Algerien hatte in einem Bus zwischen Knittlingen und Pforzheim randaliert. Auch auf dem Polizeirevier zeigte er sich aggressiv, wobei er sich selbst verletzte.

Symbolbild: Seibel
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Randalierender Fahrgast geht mit Flasche auf Busfahrer los
  • pol/tok

Knittlingen/Pforzheim. Mit einem aggressiven Fahrgast musste sich am Samstagabend während der Fahrt von Knittlingen nach Pforzheim ein 45 Jahre alter Busfahrer auseinandersetzen. Der alkoholisierte 34-Jährige war kurz vor 22 Uhr in Knittlingen zugestiegen. Während der Fahrt bei Kleinvillars habe der Mitfahrer geschrien und begonnen, sich auszuziehen. Am Ende gab es Attacken gegen den Busfahrer und Polizisten, wobei der Fahrgast sich mehrmals mit Kopfstößen gegen eine Bustür und gegen den Tresen auf dem Polizeirevier in Pforzheim selbst verletzte.

Nach Kleinvillars sei der Mann auf Ansprache des Busfahrers zunächst ruhiger geworden, habe jedoch in Höhe von Ölbronn erneut lautstark auf sich aufmerksam gemacht. In der Folge habe er den 45-Jährigen beleidigt und sei zunehmend aggressiver geworden. Kurzerhand steuerte der Busfahrer direkt zum inzwischen telefonisch unterrichteten Polizeirevier Pforzheim-Nord. Als der Randalierer dies wohl erkannte, sei er direkt zum Fahrer gegangen und habe mit einer Flasche nach ihm geschlagen, was der angegriffene 45-Jährige anscheinend noch mit einer Hand abwehren konnte. Danach bespuckte der 34-Jährige den Fahrer und soll mit den Händen während der Fahrt auf dessen Kopf eingeschlagen haben. Am Polizeirevier angelangt habe der alkoholisierte Fahrgast seinen Kopf schließlich selbst so stark gegen die Scheibe der vorderen Bustür geschlagen, dass diese zerbrach. Anschließend behauptete er, vom Fahrer geschlagen worden zu sein.

Als die Polizeibeamten den mit einer blutenden Kopfwunde Verletzten auf der Polizeidienststelle nach Ausweispapieren durchsuchen wollten, schlug er offenbar seinen Kopf unvermittelt drei Mal so heftig gegen den Tresen, dass er von einem hinzugerufenen Rettungsteam in die Notaufnahme einer Klinik eingeliefert werden musste. Lebensgefahr bestehe bei dem aus Algerien stammenden Asylbewerber jedoch nicht.

Ihm wurden wegen des Verdachts auf Alkohol- und Drogeneinwirkung zwei Blutproben entnommen. An dem Bus der Linie 734 entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 800 Euro. Weitere Ermittlungen dauern derzeit noch an.