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04. Januar 2012
Umgeknickte Regenschirme und umgestürzte Bäume - Sturmtief "Ulli" hat in Deutschland bislang nur minimale Spuren hinterlassen. In Pforzheim und im Enzkreis hatten Feuerwehr und Polizei eine vergleichsweise ruhige Nacht.
Umgeknickte Regenschirme und umgestürzte Bäume - Sturmtief "Ulli" hat in Deutschland bislang nur minimale Spuren hinterlassen. In Pforzheim und im Enzkreis hatten Feuerwehr und Polizei eine vergleichsweise ruhige Nacht.
© dpa

Viel Wind, kaum Schäden: Kein Sturmchaos in der Region

Pforzheim/Enzkreis. Das erste Sturmtief des Jahres «Ulli» ist in der Nacht zum Mittwoch über Deutschland hinweggefegt und hat Polizei und Feuerwehren im Land einige Einsätze beschert - mit Ausnahme von Pforzheim, Enzkreis und Kreis Calw. Wesentlich härter getroffen hat es den Norden Deutschlands.

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Bildergalerie: Die Nacht mit Sturmtief "Ulli": Viel Wind, wenig Schaden
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Ein kleiner Baum an der Marienburger Straße in Pforzheim ist umgefallen - das war es dann auch bislang an Meldungen aus der PZ-news-Region. Auch im Rest von Deutschland blieb es glücklicherweise oft nur bei kleineren Schäden durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Dachziegeln. Verletzte gab es kaum.

Obwohl durch den deutschen Wetterdienst eine Unwetterwarnung mit starken Sturmböen auch für den Kreis Calw bestand, gingen bei der Polizei in der Nacht zum Mittwoch keine nennenswerten Schadensmeldungen ein.

Durch starke Windböen stürzte am Dienstagabend zwischen Haiterbach und Talheim und an der Kreisstraße von Schömberg-Bieselsberg nach Bad Liebenzell-Unterlengenhardt jeweils ein Baum auf die Fahrbahn und blockierte kurzzeitig die Straße. Die verständigten Feuerwehren rückten an konnten in beiden Fällen das Hindernis problemlos beseitigen.

Im selben Zeitraum konnten zwischen Schömberg und Igelsloch mehrere dicke Äste von einer Streifenwagenbesatzung der Calwer Polizei von der Straße gezogen werden. Zu Beschädigungen oder weiteren Behinderungen kam es auf Grund des Sturmes nach polizeilichen Erkenntnissen im Landkreis Calw nicht.

In der Nacht zum Mittwoch kam es durch das Sturmtief zu Behinderungen auf der Autobahn A5 zwischen Bruchsal und Karlsruhe. Wie die Polizei in Karlsruhe berichtete, war ein Baum auf die Autobahn gestürzt. Mehrere Autos rasten in den Baum, verletzt wurde dabei aber niemand. Die A5 musste eine Stunde lang gesperrt werden. Der Verkehr wurde in dieser Zeit umgeleitet.

In Offenburg hat eine durch das Sturmtief Ulli entwurzelte Tanne am Dienstagabend auf der Bundesstraße 294 bei Haslach (Ortenaukreis) zu einem Unfall mit einem Schwerverletzten geführt. Wie die Polizei in Offenburg mitteilte, lag die Tanne auf Höhe der Mülldeponie Vulkan quer über der Straße. Der Autofahrer übersah den Baum und fuhr in ihn hinein. Dabei verletzte er sich schwer. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf 3000 Euro.

Am stärksten betroffen war jedoch der Norden Deutschlands. Im Rest der Bundesrepublik blieb es hingegen verhältnismäßig ruhig, wie die Polizeidienststellen mitteilten. «Es hat zwar gestürmt, aber alles halb so wild», sagte ein Sprecher der Polizei Gera. Lediglich im Harz in Sachsen-Anhalt pustete «Ulli» noch etwas kräftiger.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD wurden an der Nordseeküste auf der Insel Helgoland und in St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 112 Stundenkilometer gemessen. Im Binnenland war es mit Windgeschwindigkeiten bis 104 km/h (Kiel und Schleswig) nur unwesentlich ruhiger, sagte Meteorologe Robert Hausen.

Im niedersächsischen Voltlage ist ein 19-Jähriger mit seinem Auto von einer Windböe erfasst worden und seitlich gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei Bersenbrück mit. Der junge Mann kam ins Krankenhaus, am Wagen entstand ein Totalschaden.

In den Harzregionen Sachsen-Anhalts hatten die Beamten dank «Ulli» mehr zu tun. Einige Straßen seien immer noch wegen umgestürzter Bäume gesperrt, sagte ein Sprecher der Polizei Magdeburg. Auf der Bundesstraße zwischen Wernigerode und Ilsenburg sei ein LKW-Anhänger umgestürzt, im Salzlandkreis sorgte ein gerissenes Stromkabel für einen Stromausfall. Verletzte habe es aber auch hier nicht gegeben.

Im nordrhein-westfälischen Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) mussten am Dienstagabend rund 290 Menschen aus einem Regionalzug befreit worden, nachdem ein umgestürzter Baum das Gleis versperrt und eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hatte.

Der Deutsche Wetterdienst warnte am frühen Mittwochmorgen weiterhin vor Sturmböen und Gewittern an den deutschen Küsten. dpa

06.01.2012

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Leserkommentare (1)

Mehr Kommentare
1
Gottfried Heinbach | 06.01.2012 | 10:15

Ulli Wurde Niefern-Öschelbronn verschont, fragt der ehemalige Chronist Gottfried Heinbach aus Stralsund an der Ostsee, sturmerprobt! mehr...

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