Das Stickeralbum des 1. CfR Pforzheim ist der Renner. Rund 300 vorwiegend junge Fußballfans sicherten sich am Samstag beim Heimspiel des Fußball-Oberligisten gegen den Freiburger FC ein Heftchen. „Die Begeisterung war und ist groß“, freut sich CfR-Finanzvorstand Wolfgang Fischer und berichtet von leuchtenden Kinderaugen vor dem Fanartikel-Container im Holzhofstadion, dort, wo rund 800 Stickertütchen zu je 80 Cent über die Ladentheke gingen.
Doch nicht nur an Kids, auch ältere Leute schnappten sich ein Album und klebten eifrig die Sticker hinein.
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Stickerstars seien die Salz-Brüder Dominik und Manuel, weiß Fischer. Aber auch Kapitän Sebastian Rutz, Mittelfeldrenner Dirk Prediger oder die Spieler des Special- Olympic-Teams stünden hoch im Kurs. „Bis jetzt habe ich noch keine Doppelten“, grinst der Finanzchef des Fusionsvereins. Natürlich hofft er, dass durch den Verkauf und die Vermarktung einiger Anzeigen im Heft etwas in die Vereinskasse kommt – rund 3000 Euro könnten es laut Fischer am Ende sein – doch in erster Linie „soll die Aktion Spaß machen“ und das Vereinsleben stärken.
Die Sticker gibt es bei allen Heimspielen des CfR oder aber auch in den Edeka-Märkten in Birkenfeld und Huchenfeld. Sticker-Tauschbörsen wird der CfR demnächst veranstalten. Zum Derby gegen Nöttingen am 22. April „werden wir aber erst einmal einige Schubkarren voll mit Stickertütchen auf den Holzhof schieben“, lacht Fischer und will den Tauschrausch weiter forcieren.
Nur die Kirsche fehlte
Benny Stumpp wusste nach der Partie gegen Mutschelbach nicht so recht, ober er lachen oder weinen sollte. Seine Mannschaft hatte dem Landesliga-Spitzenreiter Mutschelbach ein 0:0 abgetrotzt. Dabei hatte der 1. CfR Pforzheim II den Titelfavoriten (zuvor sieben Siege infolge) sogar am Rande einer Niederlage. Vor allem in der ersten Halbzeit erspielten sich Max Knorn und Co. zahlreiche gute Chancen. Am Ende musste man aber mit einem Punkt zufrieden sein – und sich bei Keeper Joshua Nagy bedanken. Denn der rettete in der Schlussphase mit einem gehaltenen Elfmeter einen Zähler. „Leidenschaft, Einstellung und Wille haben gestimmt, ein Sieg wäre die Kirsche auf der Sahne gewesen“, meint Stumpp rückblickend und ist trotzdem zufrieden: „In unserer Situation ist ein 0:0 okay.“
Der eine Punkt war wichtig im Abstiegskampf. Der Vorsprung zu den gefährdeten Rängen ist aufgrund der Pleiten von Feldrennach und Ersingen größer geworden. „Das Remis gegen Mutschelbach hat die Motivation meiner Spieler im Kampf um den Klassenerhalt nochmal gesteigert“, sagt Stumpp. Außerdem bleibt dadurch das Titelrennen, in dem auch Bilfingen und Birkenfeld mitmischen, weiter spannend.
Schlussstrich nach über zehn Jahren
Lange hat sich Sascha John Gedanken gemacht, dieser Tage fiel seine Entscheidung: „Ich höre auf.“ Der 45-Jährige wird nur noch bis zum Ende dieser Saison Trainer des Fußball-A-Ligisten Viktoria Enzberg sein. Damit endet im Fußballkreis zwar keine „Rekordbeziehung“, aber dennoch eine sehr lange Amtszeit. Gut zehneinhalb Jahre coachte John die Viktoria, im Herbst 2005 hatte er sie von Oliver Zipperle übernommen. „Es macht immer noch Spaß, aber ich hatte Angst, dass es sich irgendwann abnutzt“, sagte John. Nun sei die Zeit reif, abzutreten. Was die Zukunft angehe, sei er völlig offen. Offen ist auch noch die Nachfolgeregelung bei den Enzbergern.
Nächstes Jahr an Ostern wieder
Etwas überraschend tauchte Viktor Kärcher am Wochenende als Doppeltorschütze beim 5:0-Sieg des FSV Buckenberg gegen Alemannia Wilferdingen auf. Hat der torgefährliche Mittelfeldspieler etwa sein Studium in London abgebrochen und will dem Kreisligisten nun doch zum Aufstieg in die Landesliga helfen? Trainer Norbert Volsitz klärt auf: „Viktors Einsatz war nur eine einmalige Sache. Über Ostern war er zufällig daheim und hat uns ausgeholfen.“
Es wird wohl in dieser Saison der letzte Einsatz des 29-Jährigen für den FSV gewesen sein. Kärcher macht nämlich in den nächsten drei Jahre in der englischen Hauptstadt seinen Doktortitel an der Universität. Möglicher nächster Einsatz für Buckenberg: Ostern 2017.
Heimspiele in der Fremde
Der 1. FC Bauschlott zieht um. In den nächsten Tagen wird mit der Sanierung des Sportgeländes begonnen (wir berichteten). Die restlichen Heimspiele in dieser Saison trägt der Kreisligist ab sofort auf dem Sportgelände des TSV Ölbronn aus. Hier die Spiele in der Fremde: 9. April, 17 Uhr: Bauschlott – Kieselbronn; 24. April, 15 Uhr: Bauschlott – Langenalb; 7. Mai, 17 Uhr: Bauschlott – Niefern; 22. Mai, 15 Uhr: Bauschlott – Huchenfeld. Die zweite Mannschaft des FCB bestreitet stets das Vorspiel.



