Pforzheim. In der 3. Bundesliga und der Oberliga Baden-Württemberg der Männer fällt an diesem Wochenende der Startschuss in die Handball-Saison 2015/2016, in die sowohl Drittligist TGS Pforzheim als auch BW-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen mit großen Erwartungen gehen.
Die TGS Pforzheim startet am Samstag bei Salamander Kornwestheim, einem Gegner, der den Wartbergern eigentlich liegen müsste. Denn von den vier Vergleichen, welche die „Roten“ gegen den damaligen Mitaufsteiger bisher ausgetragen haben, endeten drei (mit jeweils einem Treffer Vorsprung) zu Gunsten der Pforzheimer. Die von Hans Christensen trainierte Crew war vergangene Saison beste Mannschaft der Rückrunde. Maßgeblich an diesem Höhenflug war Heimkehrer Peter Jungwirth beteiligt, der langjährige Erstligaerfahrung beim SC Magdeburg und TSV Wetzlar als Sprinter auf der rechten Außenbahn sammelte. Aber nicht nur mit dem Flügelflitzer, auch mit dem Rückraum Gabriel – Wolf – Tinti hat Hans Christensen eine Paradereihe, dank der die Ligakonkurrenz Salamander diesmal mit an der Spitze der Tabelle sieht.
Weil ein solches Vermögen auch der TGS Pforzheim zugestanden wird, kann man am Samstag in Kornwestheim gleich ein Spitzenspiel sehen, das wohl auch wieder ganz eng werden wird. Dass bei der Truppe von Andrej Klimovets seit dem Trainingsbeginn am 1. Juli Schweiß kräftig geflossen ist, war am Samstag bei der Hallenpremiere gegen die DHB-Auswahl ersichtlich, genauso dass Wolfgang Taafel auf dem Spielermarkt offensichtlich ein recht glückliches Händchen hatte. Nicht weniger als 18 der erzielten 30 Tore haben die neuen TGSler Henning Fritz und Christian Ramota ins Netz gesetzt.
Freier Eintritt, eine Live-Band und kulinarische Schmankerln präsentiert BW-Oberligist SG Pforzheim/Eutingen bei der Saisoneröffnung gegen Aufsteiger TV Plochingen. Es ist der erste Auftritt der SG in der neuen Bertha-Benz-Halle. Für den Knaller vor diesem Fest sorgten die Eutinger aber bereits zuvor mit der Verpflichtung des ehemaligen Kapitäns von Montenegros Nationalmannschaft, Drasko Mrvaljevic. Damit ist klar, dass für das Lipps-Team in der anstehenden Runde nur der Aufstieg in die 3. Bundesliga zählt. Dabei wurde bei der SG keinesfalls der bisher praktizierte Jugendstil beerdigt.
Der in der Bundesliga und anderen europäischen Ligen gestählte Routinier soll die Youngster führen, von denen Alexander Lipps mit Broschwitz, Strehlau, Lupus und Ruf wieder einige neu im Kader hat. Aber auch zuvor hat die SG mit Turniersiegen in Würzburg und Bönnigheim schon eine ganz passable Frühform erkennen lassen, wobei vor allem der Rückraum mit Mönch, Münch, Gerstner und Neuzugang Gallus überzeugte.Gegner TV Plochingen ist ein Aufsteiger, der sich den Sprung in die Oberliga als Gewinner der Relegation mit den Verbandszweiten aus Nord- und Südbaden auf den letzten Drücker verdiente.

