„Das ist ein echter Kracher“: Die Stuttgarter Kickers treffen in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Titelverteidiger VfL Wolfsburg. Das Los sorgte bei Kickers-Kapitän Enzo Marchese für große Freude. „Die Wölfe haben vergangene Saison mit den besten Fußball in der Bundesliga gespielt und sind verdient Vizemeister und Pokalsieger geworden“, sagte er PZ-news.de.
Nachdem der Drittligist im vergangenen Jahr auf Borussia Dortmund traf, spielen die Kickers somit auch in der kommenden Saison in der ersten Runde gegen einen „Champions League“-Teilnehmer. Auch Rechtsverteidiger Fabio Leutenecker blickt der Partie, die zwischen dem 7. und 10. August stattfindet (Genauer Spieltermin wird noch bekanntgegen), mit viel Begeisterung entgegen. „De Bruyne oder Schürrle – die Wolfsburger kommen mit einigen Weltklasse-Spielern nach Stuttgart. Daher finde ich das Los super attraktiv“, teilte er aus seinem Griechenland-Urlaub mit.
Der Respekt auf beiden Seiten ist groß. VfL-Trainer Dieter Hecking warnte nach der Auslosung vor den Blauen aus Degerloch. „Erstrunden-Spiele haben immer ihren besonderen Reiz. Die Kickers haben unter Horst Steffen eine tolle Entwicklung genommen und werden uns alles abverlangen“, sagte er gegenüber vfl-wolfsburg.de. Enzo Marchese weiß um die Qualitäten des VfL-Trainers. „Dieter Hecking ist ein super Coach, der Wolfsburg wieder zu einer Spitzenmannschaft geformt hat“, betonte der 32-Jährige.
Dennoch glauben die Stuttgarter an ihre Chance und wollen die schwere Aufgabe mit viel Selbstbewusstsein angehen. „Wir haben in der vergangenen Saison gegen den BVB gezeigt, dass wir uns vor einem großen Verein nicht verstecken brauchen“, stellt Leutenecker klar.
Die Kickers zeigten gegen Dortmund eine starke Leistung und boten dem Revierklub ordentlich Gegenwehr. Trotz zahlreicher Möglichkeiten mussten sich die Blauen vor 37.000 Zuschauern im ungewohnten Ausweichstadion „Mercedes Benz Arena“ am Ende mit 1:4 geschlagen geben.
Ob das Spiel gegen Wolfsburg in dieser Saison im eigenen Stadion stattfinden wird, ist bislang noch nicht geklärt. Der Verein wird die Entscheidung in den kommenden Tagen bekanntgeben. Jedoch spricht einiges dafür, dass ein Umzug in diesem Jahr nicht nötig ist. So haben die Wolfsburger bundesweit deutlich weniger Anhänger als als der Zuschauermagnet Borussia Dortmund. Zahlreiche Kickers-Fans wünschen sich zudem ein „echtes Heimspiel“ im „Gazi-Stadion auf der Waldau“, in dem etwa 11.500 Zuschauer Platz finden.
Bis zum Pokalspiel sind es noch knapp zwei Monate. Am 17. Juni steigen die Kickers jedoch bereits in die Vorbereitung auf die kommende ein. Schließlich will das Team für die Partie gegen Wolfsburg und für den Saisonauftakt in der dritten Liga gut gerüstet sein. Kapitän Marchese geht mit gutem Beispiel voran: „Wir werden in der Vorbereitung Vollgas geben, damit wir top vorbereitet in die Partie gegen den Titelverteidiger gehen“.

