Der TSV Grunbach geht offenbar schweren Zeiten entgegen. Nach der 2:3-Niederlage beim Kehler FV kam der Oberliga-Aufsteiger am Samstag im heimischen Stadion gegen die Stuttgarter Kickers II nicht über ein mageres 1:1 (0:1) hinaus.
{element}{element}Damit tritt die Mannschaft des Trainergespannes Adis Herceg/Teo Rus weiter auf der Stelle. Der Abstiegskampf in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg scheint überaus spannend zu werden, weil die halbe Liga darin verwickelt ist. Und der TSV Grunbach steckt, ebenso wie die Kickers aus Stuttgart, mittendrin.
Nach einem Missverständnis zwischen Grunbachs Torhüter Mathias Dörrich und Abwehrchef Matthias Fixel brachte Omar Jatta die Gäste in der 18. Minute mit 1:0 in Führung. Grunbachs Innenverteidiger Marco Schröder glich in der 73. Minute per Kopf aus kurzer Distanz aus, nachdem zuvor Dominik Salz am Gästekeeper gescheitert war.
Rot wegen Spuckattacke?
Trauriger Höhepunkt in einem zerfahrenen Spiel auf mäßigem Niveau war in der 64. Minute die Rote Karte für Matthias Fixel. Der Grunbacher gab sich hernach unschuldig: „Ich weiß nicht, warum ich vom Platz geflogen bin. Der Schiedsrichter hat mir nicht gesagt, warum.“ Später stellte sich heraus, dass Fixel seinen Gegenspieler Omar Jatta hinter dem Rücken des Schiedsrichters angespuckt hatte. „Er hat ihn bespuckt und auch ständig beleidigt“, erklärte der Stuttgarter Ramazan Kandazoglu nach dem Spiel zum Verhalten von Fixel. „Wir werden uns die Aktion auf dem Video ansehen. Wenn es stimmt, muss der Spieler mit Konsequenzen rechnen. Irgendetwas muss ja gewesen sein, sonst gibt es keine Rote Karte“, meinte Coach Adis Herceg.
Im Gegensatz zum 2:3 in Kehl begann Grunbach mit Marco Schröder in der Abwehr und Dirk Prediger auf der rechten Seite. Dafür mussten Marco Mössner und Micael Marques zunächst auf der Bank Platz nehmen. Auf dem schwer bespielbaren, auf der Clubhausseite noch gefrorenen Boden entwickelte sich kein gutes Spiel. Schiri Hansjörg Rommel aus Stockach hatte erst unmittelbar vor dem Spiel entschieden, dass er die Partie anpfeifen wird. Am Samstagmorgen lagen noch Schneereste auf dem Rasen im Stadion bei den sieben Eichen.
Grunbach verstand es nicht, die Gäste dauerhaft unter Druck zu setzen. Von den Außen Tardelli und Prediger kam zu wenig. Sturmspitze Dominik Salz hing in der Luft. Moral zeigte der Aufsteiger nach dem Platzverweis gegen Fixel, als man in Unterzahl den verdienten Ausgleich erzielte und danach durch Manuel Hasel (76.), Salz (79.) und Marco Mössner (85.) sogar noch Chancen auf den Siegestreffer hatte.
Ordner zum Schutz des Schiris
Phasenweise regten sich Zuschauer und Offizielle des TSV über Entscheidungen des Schiedsrichters über die Maßen auf. Das Gespann hatte es in dem Spiel mit vielen Nickeligkeiten und theatralische Einlagen auf beiden Seiten aber auch nicht leicht. So wurden nach dem Schlusspfiff zusätzliche Ordner aufgeboten, um die Unparteiischen auf dem Weg in die Kabine zu schützen. Es blieb aber alles ruhig.

