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Die dm-Kette hat einen Großteil des Alnatura-Sortiments ausgelistet.  Gebert
Die dm-Kette hat einen Großteil des Alnatura-Sortiments ausgelistet. Gebert
17.02.2016

Dm-Gründer und Alnatura-Chef legen Zoff um Markenrechte bei

Karlsruhe. Der Streit um Markenrechte und Bio-Sortimente zwischen Deutschlands größter Drogeriemarktkette dm und dem Biohändler Alnatura ist beigelegt. Drogerie-Gründer Götz Werner und Alnatura-Chef Götz Rehn hätten sich wieder versöhnt, sagte ein dm-Sprecher am Dienstag. Hintergrund des Zwists war eine Auseinandersetzung über die Markenrechte. Weitere Details zu der Einigung seien noch nicht bekannt, hieß es bei dm. Das Magazin „Info3“ sprach von einer „gütlichen Regelung“, die die Anwälte der beiden Kontrahenten angekündigt hätten.

Demnach sollen die juristischen Auseinandersetzungen mit einem Vergleich beendet werden. Die Versöhnung sei durch Vermittlung eines Freundes und Geschäftspartners der beiden Unternehmer zustande gekommen. Der Drogeriemarkt-Primus aus Karlsruhe hatte jahrzehntelang Alnatura-Produkte geführt, dann aber eigene Bioprodukte ins Sortiment eingebracht. Dafür wurden Ende des vergangenen Jahres rund 200 Alnatura-Produkte aus den dm-Regalen genommen.

Miteinander verschwägert

Werner wollte von Rehn die Markenrechte an Alnatura einklagen, weil seiner Ansicht nach der Biohändler erst durch den Vertrieb über dm erfolgreich geworden war. Seine Klage war in erster Instanz abgewiesen worden. Dagegen hatte Werner Berufung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt eingelegt. Die beiden Manager waren drei Jahrzehnte lang Geschäftspartner gewesen und sind auch privat verbunden: Rehn ist Werners Schwager. Die Auslistung der Alnatura-Produkte hatte bei dem Biohändler Unverständnis und Enttäuschung ausgelöst. Bis April sollen 70 Prozent der Biomarke aus den Regalen verschwinden.