kohlenmonoxid
 

Im Keller Würste über Holzkohlengrill geräuchert und fast gestorben

Aichwald. Kaum zu glauben, auf was für Ideen erwachsene Menschen kommen können. Ein 53 Jahre alter Mann hat seinen unbelüfteten Keller als Räucherkammer genutzt. Das hätte ihn am Samstagnachmittag fast das Leben gekostet. Anfang des Monats starb ein rumänischer Arbeiter in Pforzheim, der in einem ungelüfteten Raum durch die Gase eines Stromerzeugers vergiftet wurde.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wollte der Familienvater im von der direkten Frischluftzufuhr abgeschnittenen Untergeschoss seiner Wohnung über einem Holzkohlegrill an zwei Stangen hängende Würste räuchern. Ob dabei das gewünschte Aroma in die Würste gelangte, ist unbekannt, sicher dagegen breite sich das beim Glimmen und Glühen auf dem Grill entstehende giftige Kohlenmonoxid in der Kellerluft aus.

Als der Mann erste Vergiftungserscheinungen bemerkte, wollte er wohl noch aus dem Kellerraum flüchten. Er sei aber noch vor der Kellertür ohnmächtig zusammengebrochen, rekonstruierte die Polizei den Vorfall. Der 26-jährige Sohn habe glücklicherweise den Rauch gerochen und seinen Vater im letzten Moment entdeckt. Er schleppte ihn gerade noch ins Freie.

Ein Rettungshubschrauber flog den 53-Jährigen mit einer schweren Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Es bestehe jedoch keine Lebensgefahr, so die Polizei. Auch der Sohn musste wegen einer CO-Intoxikation in die Klinik gebracht werden.

Die Feuerwehr Aichwald rückte mit 20 Mann und 3 Fahrzeugen aus, vom Rettungsdienst waren mehrere Fahrzeugbesatzungen im Einsatz. Feuerwehrleute mussten unter Atemschutz den Holzkohlegrill löschen und dann Keller- und Wohnräume durchlüften.   

Tragischer Unfall mit Ölofen: 83-Jähriger stirbt

Ein 83-jähriger Mann ist an Heiligabend bei einem tragischen Unfall mit einem Ölofen ums Leben gekommen. Der Mann hat am Vormittag im Keller seines Einfamilienhauses in Schwarzheide in Brandenburg den Ölofen angeheizt. Weil sich das Ofenrohr vom Schornstein gelöst hatte, strömte giftiges Kohlenmonoxid in die Wohnung. Als der Sohn seinen Vater besuchen wollte, stand er vor der verschlossenen Tür. Weil der Sohn den Rauch bemerkte, alarmierte er die Polizei. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des 83-Jährigen feststellen, so der Sprecher.

Auch in Pforzheim gab es in diesem Jahr ähnlich gelagerte Fälle. Um bei niedrigen Temperaturen nicht frieren zu müssen, stellten zwei Männer Anfang Dezember in einem für die Übernachtung genutzten Industriebau an der Frankstraße ein benzinbetriebenes Notstromaggregat auf, um damit ein Heizgerät zu betreiben. Einer der beiden starb in der Nacht auf Samstag durch die ausgetretenen Gase des Stromerzeugers. Ende März wurde einem Gast einer Shisha-Bar an der Bleichstraße plötzlich übel. Der Mann war dann kurzzeitig bewusstlos. Die Feuerwehr Pforzheim konnte eine stark erhöhte Konzentration an Kohlenmonoxid (CO) messen. Daraufhin wurde die Bar geräumt. Vier weitere Gästen und der Bar-Betreiber wurden zur Behandlung der CO-Intoxikation in Pforzheimer Krankenhäuser eingeliefert.

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