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Die Abgase eines Notstromaggregats haben wohl den Tod eines wahrscheinlich rumänischen Arbeiters verursacht, der mit dem Strom einen Heizlüfter betrieb, um sich seine Schlafstätte in einem Industriebau warm zu machen.
Die Abgase eines Notstromaggregats haben wohl den Tod eines wahrscheinlich rumänischen Arbeiters verursacht, der mit dem Strom einen Heizlüfter betrieb, um sich seine Schlafstätte in einem Industriebau warm zu machen. © Symbolbild: dpa
04.12.2017

Tod durch Kohlenmonoxid: Arbeiter durch Abgas von Stromaggregat vergiftet

Pforzheim. Um bei den niedrigen Temperaturen nicht frieren zu müssen, stellten zwei Männer in Pforzheim in einem für die Übernachtung genutzten Industriebau an der Frankstraße ein benzinbetriebenes Notstromaggregat auf, um damit ein Heizgerät zu betreiben. Einer der beiden starb aller Voraussicht nach in der Nacht auf Samstag durch die ausgetretenen Gase des Stromerzeugers.

Der 49-Jährige und der 32-Jährige – nach unbestätigen PZ-Informationen soll es sich um rumänische Arbeiter handeln – wohnten gemeinsam in einem Industriebau. Da der Strom einige Tage zuvor abgestellt worden war und die Temperaturen sanken, nahmen die beiden Arbeiter von einer Baustelle ihres Arbeitgebers ein Stromaggregat mit, um damit Heizstrahler und Heizlüfter betreiben zu können. Das Aggregat wurde im Erdgeschoss betrieben, während sich die beiden Männer im Obergeschoss aufhielten und dort auch schliefen.

Der 32-Jährige erwachte am nächsten Morgen sichtlich benommen. Später fand er im Erdgeschoss seinen Kollegen leblos auf dem Boden liegend vor. Der alarmierte Notarzt konnte kurz darauf nur noch den Tod feststellen.

Nach den ersten Ermittlungen geht das Kriminalkommissariat Pforzheim derzeit davon aus, dass der 49-jährige Arbeiter in der Nacht nach unten ging, um das Gerät zu kontrollieren oder auszustellen. Dabei atmete er das Kohlenmonoxid ein, welches der Stromerzeuger in den ungelüfteten Raum geleitet hatte und verstarb neben dem Gerät. Auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung könnte auch die Benommenheit des 32-Jährigen hinweisen. Zur Ermittlung der genauen Todesursache soll nun eine Obduktion beitragen.

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