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Das Absperrband am Tatort in Brötzingen.
Das Absperrband am Tatort in Brötzingen. © Meyer
28.05.2019

Nach Bluttat in Brötzingen: Kinder der Getöteten in Obhut

Pforzheim. Die vier Kinder einer syrischen Familie, in der sich am Samstag eine Tragödie ereignete, befinden sich in der Obhut des Jugend- und Sozialamts der Stadt Pforzheim. Das bestätigte eine Sprecherin des Rathauses auf PZ-Nachfrage.

Die 27-jährige Mutter war am Samstag nach einer lauten Auseinandersetzung mit schwersten Stichverletzungen im Treppenhaus des Mehrfamiliengebäudes im Stadtteil Brötzingen gefunden worden, wo die Familie in einer Mietwohnung lebt. Sie erlag diesen Verletzungen kurz darauf in einem Krankenhaus. Ihr Ehemann ist dringend tatverdächtig und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Ehemann hat ausgesagt

Nach Angaben der Pforzheimer Staatsanwaltschaft hat der 37-Jährige am Montag ausgesagt. Details nannten die Ermittler aber nicht. So bleibt beispielsweise die Frage nach dem Motiv unbeantwortet. Die Ermittlungen dauern an, das Ergebnis der Obduktion steht noch aus. Weiterhin ist noch über den Tatverdächtigen bekannt, dass er wohl zur syrischen Community in Pforzheim gehört.

Kinder werden betreut

Die zwei älteren Kinder des Paares, die eine Grund- und eine weiterführende Schule besuchen, werden psychotherapeutisch betreut. Die beiden jüngeren im Kleinkindalter befinden sich in einer Pflegefamilie. Den vier Kindern galten zuvor die größten Sorgen.

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