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Ein Bild des Grauens bot sich Anfang April in Bad Wildbad. © dpa
Der Wolf könnte nun die Region erreicht haben. © dpa-archiv
30.04.2018

"Ein Bild des Grauens": Mehr als 40 tote Schafe nach Wolf-Attacke

Bad Wildbad. Nach einer vermuteten Wolf-Attacke in Bad Wildbad (Kreis Calw) sind mehr als 40 Schafe gestorben. Ein Großteil soll der Wolf gerissen haben, einige mussten wegen schweren Verletzungen getötet werden. Unklar ist, wieviele Tiere ertranken, weil sie in Panik in einen nahen Bach sprangen.

«Es war ein Bild des Grauens», schilderte Anette Wohlfarth, Geschäftsführerin des Landesschafzuchtverbandes, am Montag der Deutschen Presse-Agentur ihre Eindrücke vom Besuch der Schafweide.

Das baden-württembergische Umweltministerium hatte zunächst von 32 gerissenen Schafen gesprochen und bestätigt: «Nach den ersten Untersuchungen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) vor Ort ist dafür mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf verantwortlich.» Gewissheit werde jedoch erst eine genetische Analyse von Proben der toten Tiere geben, hieß es. Falls es wirklich zutreffe, dass die Risse auf das Konto eines Wolfs gehen, könne der betroffene Schäfer mit einer raschen Entschädigung rechnen.

Experten von Landratsamt, Landwirtschaftlicher Versuchsanstalt und dem Landesschafzuchtverband untersuchten am Montag vor Ort den Vorfall.

Nach Angaben von Schäferpräsidentin Wohlfahrt war die Herde mit über 150 Tieren in einem umzäunten Areal gewesen. Eventuell sei der Wolf über den nahen Fluss eingedrungen. Die Herde sei erst vor wenigen Tagen vom Stall auf die Weide gekommen. Der Vorfall ist für sie ein trauriger Beleg für die lange gehegte Vermutung: «Weidetierhaltung und Wolf zusammen funktioniert nicht flächendeckend in Baden-Württemberg.»

Wolfs-Freunde wie Grüne und Naturschützer zeigten sich betroffen: «Jetzt gilt es, dem Schäfer so schnell wie möglich zu helfen», meinte NABU-Landeschef Johannes Enssle. Und es gelte, Baden-Württemberg schnell auf die Rückkehr der Wölfe vorzubereiten. Mit effektivem Herdenschutz ließen sich solche Vorfälle in der Regel verhindern.

FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke forderte die Grünen indessen auf, ihre «romantische Wolfspatenschaft» zu beenden. Der Wolf müsse unter die Kontrolle des Jagdrechts gestellt werden. «Das hat sich auch bei den geschützten Tierarten wie dem Luchs bewährt. Als dicht bevölkertes Flächenland müssen wir durch bessere Kontrolle verhindern, dass Wölfe zum Problem werden.»

Die Mehrheit der Bundesbürger (79 Prozent) begrüßt, dass der Wolf wieder hier heimisch wird. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu). Die Tiere gehören demnach für viele Menschen ebenso zur Landschaft wie Füchse, Rehe oder Biber. Ein Teil sieht aber auch Risiken.

Es war nicht das erste Mal, dass ein Wolf in der Gegend sein Unwesen treibt: Für zwei Rotwildrisse Ende November und Anfang Dezember in der Umgebung von Freudenstadt (bei Simmersfeld und Bad Rippoldsau-Schapbach) haben Experten einen Wolf verantwortlich gemacht. Im Fall von Bad-Rippoldsau hatten Wissenschaftler auch nachgewiesen, dass es sich um dasselbe Tier handelte, das schon Ende November drei Schafe bei Bad Wildbad (Kreis Calw) getötet hatte.

In Baden-Württemberg sind seit 2015 mindestens vier Wölfe gesichtet worden. Zwei wurden überfahren, einer ist wohl verendet - und einer wurde erschossen im Schluchsee gefunden.

Der FVA werden regelmäßig Wolfssichtungen und Wolfsrisse gemeldet. Nicht immer kann ein Verdacht bestätigt werden, teils kann er auch sicher ausgeschlossen werden. Manchmal sterben Tiere an Krankheiten, deren Kadaver dann von aasfressenden Tieren wie dem Fuchs gefressen werden. Auch wildernde Hunde kommen als Verursacher vor, so das Ministerium.

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Tier hat in Bad Wildbad Schafe gerissen - war es ein Wolf?

Realist01
30.04.2018
32 Schafe bei Bad Wildbad getötet – Wolfsriss bestätigt

Der Wolf ist in Deutschland fehl am Platz. Aber nein, die ganzen Ökos wollen das nicht wahrhaben. Wobei manche von denen eh nicht menschenfreundlich sind. mehr...

Schneefuchs
30.04.2018
32 Schafe bei Bad Wildbad getötet – Wolfsriss bestätigt

Wir haben eh zu wenig Platz für Wildtiere. In die wenigen Einstände muss jetzt ja unbedingt noch der Wolf rein.Und den bitte nur mit Samthandschuhe anfassen. Kann Realist01 nur beipflichten. mehr...

DerNachtgrapp
30.04.2018
32 Schafe bei Bad Wildbad getötet – Wolfsriss bestätigt

Ich muss zugeben, dass ich bei diesem Thema anfangs auch hin- und hergerissen war. Bei Ausmaßen wie diesen (sollte sich die letztendliche Untersuchung bewahrheiten), kann es aber kein weiter so geben. Das hat nichts mit "Entnahme" einzelner Tiere zum Zwecke der Nahrungsaufnahme zu tun, das ist Blutrausch. mehr...

Zeitungsleser
30.04.2018
32 Schafe bei Bad Wildbad getötet – Wolfsriss bestätigt

Ich bin neutral eingestellt. Wölfe sind gut und ich glaube den Märchen aus dem Mittelalter nicht, die genau wegen solchen Vorfällen entstanden sind. Der Wolf wurde als Bote des Teufels gesehen, als Unglück und Kinder sollten nicht allein in den Wald gehen. Ich finde man sollte es im Auge behalten und mit Bedacht vorgehen. Vielleicht war es auch ein Rudel von 6 - 8 Tieren? Die daraus entstehende Panik bei den Schafen + Ertrinken würde dann die Menge der toten Tiere erklären. Weder Pro noch ...... mehr...