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Nur der elfjährige Sohn überlebte den Angriff des Vaters im Haus in Mühlhausen. Der Junge ist inzwischen außer Lebensgefahr. © TV-BW
27.05.2019

Nach Bluttat mit zwei Toten in Tiefenbronn: Obduktion der Leichen steht an

Tiefenbronn. Nach dem gewaltsamen Tod einer 38 Jahre alten Frau und ihres achtjährigen Sohnes in Tiefenbronn steht nun die Obduktion der Leichen an. Sie sei für Montag angeordnet worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Pforzheim.

Dringend tatverdächtig ist der 60 Jahre alte Familienvater, gegen den am Sonntag Haftbefehl erlassen worden war. Der Mann, ein Deutscher, liege weiterhin im Krankenhaus und sei nicht vernehmungsfähig.

Elfjähriger Sohn mittlerweile außer Lebensgefahr

Ein weiterer, am Samstag schwerstverletzt aufgefundener Sohn des Paares ist inzwischen außer Lebensgefahr, wie es weiter hieß. Der Elfjährige war von einem Zeugen auf der Straße entdeckt worden. Aufgrund seiner Aussagen hatte die Polizei dann das Wohnhaus der Familie durchsucht und die tote Mutter sowie den toten Achtjährigen gefunden. Auch der Vater war dort angetroffen worden. Zur Nationalität von Frau und Kindern konnte der Sprecher zunächst nichts sagen. PZ-Informationen zufolge soll die 38-Jährige türkische Wurzeln haben.

Wie die beiden Opfer getötet und der Elfjährige verletzt wurden und warum der verdächtige Familienvater im Krankenhaus liegt, wollte der Sprecher nicht kommentieren. Auch über die Motive der Tat gibt es noch keine Informationen.

Tragische Vorfälle in Tiefenbronn und Brötzingen

Was ist über den Tatverdächtigen bekannt? Der 60-Jährige mutmaßliche Täter war als Geschäftsmann in der Medizintechnik-Branche aktiv: als Geschäftsführer der in dem Bereich tätigen Gesellschaft, wie aus einem Artikel der Stuttgarter Zeitung hervorgeht. Demnach investierte der Deutsche vor drei Jahren rund 6,5 Millionen Euro in ein neues Zentrum für Strahlentherapie in Leonberg. Sein großes Haus in Mühlhausen wurde vor dem Einzug der Familie vor mehr als zehn Jahren aufwendig saniert. Auf Geldsorgen deutet wenig hin: Nachbarn zählen Marken wie Jaguar, Porsche oder Mercedes auf, die in den Garagen hinter dem hohen Eingangstor abgestellt wurden. Ihren Hauptwohnsitz hatte die Famile jedoch nicht in Tiefenbronn, sondern wohl in der Region Esslingen.

Bildergalerie: Tiefenbronn: 60-Jähriger soll Frau und Kind getötet haben

Auch der jünsgte Mordfall in Tiefenbronn erschütterte die Region.

Viele überregionale Medien berichten auch aus Tiefenbronn

Der tragische Vorfall sorgte bundesweit für traurige Schlagzeilen. Doch leider blieb es nicht die einzige Gewalttat an diesem Wochenende in der Region. Auch in Pforzheim kam am Samstag eine Frau ums Leben, unter Tatverdacht steht ihr Ehemann.

[Rückblick: Diese Tötungsdelikte erschütterten die Region - das waren die Urteile]

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