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Einsatzkräfte sichern eine Unfallstelle auf der Autobahn A5. Nach ersten Angaben der Polizei sind bei dem Unfall mehrere Menschen gestorben.
Einsatzkräfte sichern eine Unfallstelle auf der Autobahn A5. Nach ersten Angaben der Polizei sind bei dem Unfall mehrere Menschen gestorben. © dpa
Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern eine Unfallstelle auf der Autobahn A5. Nach ersten Angaben der Polizei sind bei dem Unfall mehrere Menschen gestorben.
Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern eine Unfallstelle auf der Autobahn A5. Nach ersten Angaben der Polizei sind bei dem Unfall mehrere Menschen gestorben. © dpa
12.02.2018

Horror-Crash auf A5 reißt Familie in den Tod – Polizei kritisiert "Gaffer"

St. Leon-Rot. Der schwere Verkehrsunfall auf der A5 nahe dem Autobahnkreuz Walldorf (Baden-Württemberg) hat eine Familie in den Tod gerissen. Nach Angaben der Polizei kamen ein Elternpaar und eine Tochter ums Leben, eine zweite Tochter überlebte das Unglück schwerverletzt.Bei dem vierten Opfer handelt es sich um den Fahrer eines zweiten Wagens. Nähere Angaben zu Alter und Herkunft wollte die Polizei zunächst nicht machen.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Fahrer eines Sattelzuges am Montagnachmittag auf dem rechten von drei Fahrstreifen zwischen der Anschlussstelle Kronau und dem Autobahnkreuz Walldorf gestoppt. Dahinter hielten zwei Autos in Fahrtrichtung Frankfurt ebenfalls an. Der Fahrer eines nachfolgenden Sattelzuges konnte nicht rechtzeitig bremsen und schob beide Wagen unter das stehende Fahrzeug. Bei dem Rettungseinsatz bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge.

In der Folge ereignete sich auf der Gegenfahrbahn bei St. Leon-Rot ein weiterer schwerer Auffahrunfall, an dem sieben Autos beteiligt waren - die Behörden sprachen von einem «Gaffer-Unfall». Nach Polizeiangaben waren am Dienstagmorgen beide Fahrbahnen wieder frei befahrbar.

Der Polizei zufolge schob ein Sattelzug zwei Autos unter einen stehenden weiteren Sattelzug. Eine Frau sei schwer verletzt geborgen worden, teilten die Ermittler in Mannheim am Montag mit. Fotos von der Unfallstelle zeigten völlig zerstörte Fahrzeuge. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot am Unfallort. Die Helfer setzen auch einen Hubschrauber ein.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Fahrer eines Sattelzuges auf dem rechten von drei Fahrstreifen zwischen der Anschlussstelle Kronau und dem Autobahnkreuz Walldorf gestoppt. Dahinter hielten zwei Autos in Fahrtrichtung Frankfurt ebenfalls an. Der Fahrer eines nachfolgenden Sattelzuges konnte nicht rechtzeitig bremsen und schob beide Wagen unter das stehende Fahrzeug. In den Autos starben mehrere Menschen.

Nach dem Unglück ereignete sich auf der Gegenfahrbahn bei St. Leon-Rot ebenfalls ein schwerer Zusammenstoß - die Behörden sprachen von einem «Gaffer-Unfall». «Ist das denn nicht zu schaffen? Das zu lassen mit dem Gaffen?», twitterte die Polizei demonstrativ verärgert. «Wir hätten immer genug Wichtigeres zu tun, als uns um Gaffer zu kümmern!» Den Angaben zufolge waren sieben Autos beteiligt, mindestens drei Menschen wurden verletzt. Die beiden rechten der drei Fahrstreifen waren blockiert. Der Rückstau betrug mehrere Kilometer.

Das Autobahnkreuz Walldorf befindet sich etwa 15 Kilometer südlich von Heidelberg. Es gilt als wichtiger europäischer Verkehrsknotenpunkt, da sich hier die A5 von Dänemark nach Südfrankreich und die A6 von Nordfrankreich nach Tschechien treffen. Das Kreuz gilt als einer der meistbefahrenen Straßenknotenpunkte Baden-Württembergs mit etwa 185 000 Fahrzeugen pro Tag.

Bei dem verheerenden Unfall des Sattelzugs waren die Rettungskräfte mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Polizei sprach von einem Rettungshubschrauber, fünf Rettungsfahrzeugen, zwei Notärzten sowie zwölf Rettungssanitätern und zwei Feuerwehrzügen mit insgesamt 30 Helfern. Einer Polizeisprecherin zufolge bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge in Richtung Frankfurt. Die Polizei leitete den Verkehr von der Anschlussstelle Kronau aus um.

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Wahrsager
13.02.2018
Horror-Crash auf A5 reißt Familie in den Tod – Polizei kritisiert "Gaffer"

Ich glaube "Kritisieren" hilft nicht. Des muß richtig schmerzen....das fängt bei 1.000,00 Euro an. mehr...