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Die am Samstagabend schwer verletzt in einem Mehrfamilienhaus in Pforzheim-Brötzingen aufgefundene 27-jährige Frau, die kurz dar
Die am Samstagabend schwer verletzt in einem Mehrfamilienhaus in Pforzheim-Brötzingen aufgefundene 27-jährige Frau, die kurz darauf in einem Krankenhaus ihren Verletzungen erlag, wies mehrere Messerstiche auf. © Symbolbild: dpa
Das Absperrband am Tatort in Brötzingen.
Das Absperrband am Tatort in Brötzingen. © Meyer
29.05.2019

Obduktionsergebnis: Mann stach in Brötzingen mehrfach auf seine Frau ein

Pforzheim. Jetzt liegt das Obduktionsergebnis zum jüngsten Tötungsdelikt in Pforzheim-Brötzingen vor, wie Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidiums Karlsruhe verkünden. Die am Samstagabend schwer verletzt in einem Mehrfamilienhaus aufgefundene 27-jährige Frau, die kurz darauf in einem Krankenhaus ihren Verletzungen erlag, wurde erstochen.

Ihr 37-jähriger Ehemann wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen und befindet sich seit Sonntag in Untersuchungshaft. Nach dem nun vorliegenden vorläufigen Obduktionsergebnis führten gleich mehrere Stichverletzungen zum Tod der 27-Jährigen. Die Bluttat in der syrischen Familie in Brötzingen weckt unschöne Erinnerungen an den Mord eines Syrers in Mühlacker, der seine Frau ebenfalls mit mehreren Messerstichen getötet hatte - und das vor den Augen von zwei seiner Kinder.

Kinder in Sicherheit

Nach Angaben der Pforzheimer Staatsanwaltschaft hat der 37-Jährige aus Brötzingen am Montag ausgesagt. Details nannten die Ermittler aber nicht. So bleibt beispielsweise die Frage nach dem Motiv unbeantwortet. Seine vier Kinder befinden sich in der Obhut des Jugend- und Sozialamts der Stadt Pforzheim. Das bestätigte eine Sprecherin des Rathauses auf PZ-Nachfrage. Die zwei älteren Kinder des Paares, die eine Grund- und eine weiterführende Schule besuchen, werden psychotherapeutisch betreut. Die beiden jüngeren im Kleinkindalter befinden sich in einer Pflegefamilie.

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Erinnerungen an den Mord in Mühlacker

Auch hier war ein Messer als Tatwaffe im Spiel: Der 42-jährige syrische Flüchtling, der am 2. März 2018 in Mühlacker seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit Messerstichen getötet hatte, wurde vom Landgericht Karlsruhe zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Syrer habe aus niedrigen Beweggründen gehandelt, als er seine 37-jährige Frau vor zwei der vier gemeinsamen Kinder mit neun Messerstichen „förmlich niedergemetzelt“ habe, führte Schmidt aus. Vonseiten des Gerichts gebe es keinen Zweifel, dass der Angeklagte in Tötungsabsicht gehandelt habe. Das belege allein schon die Anzahl der Stiche, die der Mann seinem Opfer zugefügt und dabei erkennbar Vernichtungswillen gezeigt habe.

Außerdem machte Leonhard Schmidt in seiner Urteilsbegründung deutlich, dass der 42-Jährige mit seiner Tat ein Zeichen setzen wollte. „Das Motiv war Bestrafung und Rache“, betonte der Vorsitzende Richter, weil sich seine syrische Ehefrau einem anderen Mann zugewandt habe.

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