Es ist ein gefürchtetes Klischee mit einem Funken Wahrheit, wenn es um Kinder geht: die Drama-Szene an der Supermarktkasse. Dort locken Ü-Eier, bunte Lollis und anderes Ungesundes auf praktischer Greifhöhe für Kleinkinder. Natürlich mit voller Absicht von den Konzernen genau dort platziert. Und während Eltern, deren Kinder noch nicht in dieser Phase sind, denken, wenn die Kasse erstmal erreicht ist, ist das Schlimmste am Einkauf mit dem Nachwuchs geschafft, können erfahrenere Mamas und Papas von Zwei- oder Dreijährigen darüber nur noch müde lächeln.
Eine Kolumne von PZ-Redakteurin Julia Falk
Denn die wahre Challenge wartet kurz vorm Bezahlvorgang. Ein lautes „Krieg ich das?“, gefolgt von einem energischen „Ich will das aber!“, und zack, schon landet das Ding im Einkaufswagen oder besser noch gleich auf dem Kassenband. Das funktioniert je nach Genervtheitsgrad der Eltern mal mehr, mal weniger. Also haben findige Kinder eine neue Strategie entwickelt. Ein zuckersüßes „Das find ich, glaub ich, gut“ hier, ein zum Dahinschmelzen vorgebrachtes „Das gefällt mir“ dort – und die Kauf-Abwehrhaltung von so mancher (hust) Mama schmilzt dahin wie das dritte Eis an einem Sommertag in der Sonne. Wer kann dem Charme einer Zweieinhalbjährigen schon widerstehen?


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Die Autorin dieser Kolumne jedenfalls nicht. Leider gefällt den lieben Kleinen ziemlich viel und sie finden recht wahllos Dinge gut. Deshalb lohnt sich vor dem abschließenden Gang zur Kasse immer noch einmal ein Einkaufswagen-Check. Denn nicht selten liegen da wie von Zauberhand zwei oder drei Dinge drin, die nicht auf dem elterlichen Einkaufszettel standen. Und, Achtung: Pro-Tipp! Immer auch den Korb unten am Kinderwagen kurz inspizieren. Unbemerkt geklaut ist eben auch nur eine Form von Diebstahl.


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