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Die Polizisten Elke Heilig (Leiterin Revier Nord), Oliver Hiller (Revier Süd), Franz Semling (Polizeivizepräsident), der Erste Bürgermeister Dirk Büscher und Wolfgang Raff (Ordnungsamt, von links) beteuern, Pforzheim sei relativ sicher.  Foto: Meyer 

Gestiegene Kriminalität in Pforzheim? – Gefühl und Fakten

Pforzheim/Karlsruhe. Das Lamento des CDU-Stadtverbands über die angeblich gestiegene Kriminalität in Pforzheim hat die Polizei nicht ruhen lassen, um aus ihrer Sicht Fakten zu präsentieren: Kriminalitätszahlen, über die, so Franz Semling, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe, die CDU gar nicht verfügen könne.

Bei einem Pressegespräch stellten Semling, Elke Heilig (Chefin des Polizeireviers Pforzheim-Nord) und Oliver Hiller (Leiter des Reviers Süd) die Aussagen des CDU-Stadtverbands in dessen Online-Petition und Zahlen beziehungsweise Tendenzen (die Statistik für 2017 darf erst nach der Präsentation der Landes-Zahlen im März vorgestellt werden) gegenüber.

Semling: „Die objektive Sicherheitslage in der Stadt Pforzheim hat sich verbessert.“ Mit Blick auf die Medien sprechen der Polizeivizepräsident (der sich mittlerweile um die Nachfolge von Günther Freisleben, der auf EU-Mission an der israelisch-ägyptischen Grenze ist, als Chef des Präsidiums beworben hat) wie der Erste Bürgermeister Dirk Büscher von einer „entsprechenden Berichterstattung“ (Semling), die „entscheidend zur empfundenen Sicherheitslage“ beitrage.

Die Petition des CDU-Stadtverbands haben bereits über 350 Personen unterschrieben – „und wir bekommen Rückkoppelung von Menschen, die Opfer von Straftaten geworden sind“, sagt Markus Bechtle seitens des CDU-Stadtverbands. Die Statistik könne den Sachverhalt nur unzureichend abbilden – denn nicht jede Straftat werde angezeigt, vielleicht aus Angst oder Erfolglosigkeit. „Aber wer die Faust mal im Gesicht hatte, dem sind nackte Zahlen von einem angeblich sicheren Pforzheim herzlich egal“, so Bechtle. Neun bekanntgewordene Straftaten im öffentlichen Raum zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar sprächen eine deutliche Sprache.

Bechtle: „Da kann man doch nicht der Presse den Schwarzen Peter zuschieben. Die Leute haben Angst, in die Stadt zu kommen. So was spricht sich in den sozialen Netzwerken schnell rum.“

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