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ie Vision von der Kulturhauptstadt lebt – dank dieses Projekts von Hochschülern: Am Freitag verbanden blaue Ballons Inselsteg und Auerbrücke. Foto: Meyer
13.07.2018

Paukenschlag für Kulturhauptstadt: Pforzheimer Bürger wollen Projekt finanziell stemmen

Pforzheim. Dieser Schulterschluss ist bislang wohl einzigartig: Weil die finanziell am Boden liegende Stadt Pforzheim sich eine Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025 nicht leisten kann, wollen nun Bürger die Kosten für dieses Großprojekt stemmen. Sie sind davon überzeugt, dass es mit einem auf die Goldstadt, ihre Region und die dort lebenden Menschen abgestimmten Konzept gelingen kann, der Kommune dauerhaft aus der Krise zu helfen.

Ein großer Kreis hiesiger Unternehmer – darunter Wolfgang Scheidtweiler („Brauhaus“), Philipp Reisert (Hafner), Eugen Müller (Meyle + Müller) und der Unternehmensberater Andreas Ruf – sagt zu, dass eine Bewerbung die Stadt keinen Cent kosten würde. Auch wenn Pforzheim den Zuschlag erhalten sollte, werde die Umsetzung weder zulasten des kommunalen Kulturhaushalts gehen noch irgendeine städtische Pflichtaufgabe beeinträchtigen.

Wie Scheidtweiler am Freitag betonte, würden stattdessen langfristig sowohl hiesige kulturelle Einrichtungen als auch die gesamte Region von diesem Großprojekt profitieren. Die Stadt sei dann in aller Munde, und die Einwohner würden sich stärker mit ihr identifizieren.

[ Diese Kriterien müsste Pforzheim erfüllen, um sich als Europäische Kulturhauptstadt zu bewerben ]

Auf bisherige Fehler in der öffentlichen Kommunikation führen es die Unternehmer zurück, dass die Bewerbung in der Stadt höchst umstritten ist. Weder handele es sich um ein Angebot für „ein paar Großkopferte“, noch sei das Projekt auf die schönen Künste beschränkt oder richte sich gar an bereits wohlhabende Kommunen. „Es ist gerade gemacht für bettelarme Städte wie uns“, sagte Ruf mit Blick auf die Fördermittel des Programms Kreatives Europa. Andere Städte wie Essen oder Sibiu führten den nachhaltigen Aufschwung vor Augen.

Möglichst viele kreative Köpfe aus der Region – etwa die Hochschule, das Theater und weitere kulturelle Akteure – wollen die Unterstützer einbinden und ein Konzept für alle Bürger entwickeln. Pforzheim habe einiges zu bieten und könne auch damit punkten, dass hier viele verschiedene Kulturen zusammenleben. Scheidtweiler: „Wir sind arm, aber sexy.“

Bildergalerie: Begegnung als Weg der Integration: Semesterprojekt "Wir sind Pforzheim"

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Soll sich Pforzheim als Kulturhauptstadt für Europa bewerben?

dasbinichnicht
13.07.2018
Paukenschlag für Kulturhauptstadt: Pforzheimer Bürger wollen Projekt finanziell stemmen

Mir wäre es lieber, es gäbe mal ein paar Bürger, die einen Eimer Wasser für ein neues Schwimmbad und etwas Geld für die Sanierung von Schulen spenden würden. Aber damit kann man sich ja nicht im Erfolg sonnen.... Ich hoffe auf 2019 Gemeinderatswahl.... all die AUSSITZER müssen weg.... mehr...

Thomboy
13.07.2018
Paukenschlag für Kulturhauptstadt: Pforzheimer Bürger wollen Projekt finanziell stemmen

Kultur hat nur bedingt was mit Geld zu tun. Wen die Pforzheimer sich mal auf ihre Stärken konzentrieren würden und nicht immer alles ständig madig machen würden könnte da was Ordentliches daraus werden. Der Strukturwandel ist in Pf und der Region so gut wie geschafft nun gilt es neue Akzente zu setzen. Wen das noch kostenneutral finanzierten werden kann, um so besser. Nur ein paar Beispiele... Domicil einer der besten Jazz Clubs in Deutschland. Der Gruschdelmarkt unvergleichlich im ...... mehr...

OB-Kandidat
14.07.2018
Paukenschlag für Kulturhauptstadt: Pforzheimer Bürger wollen Projekt finanziell stemmen

Sicher kann man - auch mit gerungen Mitteln - etwas anständiges auf die Beine stellen. Wenn es unsere städtischen Spezialisten in die Hand nehmen, ist aber bislang meist viel Geld für viel Blödsinn verpulvert worden. Daher begegnet man solchen Projekten mittlerweile mit viel Skepsis. Die Aktion mit den Ballons finde ich jedenfalls gelungen. mehr...

WiSo
14.07.2018
Paukenschlag für Kulturhauptstadt: Pforzheimer Bürger wollen Projekt finanziell stemmen

Europa ist doch in einem miserablen Zustand. Wie Deutschland auch. Wozu brauchen wir dann eine europäische Kulturhauptstadt? Aber Jean-Claude Junker wird`s schon richten. Ich wünsche ihm jedenfalls rasche Genesung von seinem "Ischias Problem".... mehr...