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Die Voraussetzung von Hück: "Die SPD muss sich ändern. Wir brauchen einen Neustart." © Meyer
07.02.2019

Tritt Uwe Hück doch für die SPD an? – Das sind seine Bedingungen

Pforzheim. Nach Informationen der "Pforzheimer Zeitung" werden Uwe Hück und die SPD voraussichtlich doch nicht getrennte Wege gehen.

Nach einem Gespräch zwischen dem Noch-Betriebsratschef von Porsche und dem SPD-Landeschef Andreas Stoch heute in Stuttgart scheint es, als würde Hück bei der Kommunalwahl am 26. Mai nicht mit einer eigenen Gemeinderatsliste in Pforzheim antreten, sondern für die Sozialdemokraten. Voraussetzung aber sei, so Hück gegenüber der PZ: "Die SPD muss sich ändern. Wir brauchen einen Neustart." Das bedeute auch, dass Kandidaten seiner geplanten Liste von der SPD nominiert werden müssten. Die Pforzheimer SPD stellt an diesem Samstag ihre Liste für die Kommunalwahl auf. "Noch ist nichts entschieden", so Hück weiter, allerdings sei das Gespräch zwischen Stoch und ihm sehr konstruktiv gewesen.

"Das Wichtigste ist, dass Pforzheim am Ende als Gewinner da steht", meint der 56-Jährige. Am morgigen Freitagabend sollen die Gespräche fortgeführt werden. "Ich werde heute Abend beten, dass es zu einer Einigung kommt", sagt Hück. Gelingt diese und Hück zieht für die SPD in den Pforzheimer Gemeinderat ein, wird er auch als SPD-Landtagskandidat für Pforzheim bei der Landtagswahl 2021 zur Verfügung stehen. "Andreas Stoch ist ein Mann fürs Land. Ich werde ihn in allem unterstützen und mit ihm Baden-Württemberg aufmischen." Laut Hück hat sich auch der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel gemeldet, um einen Parteiausschluss zu verhindern. Zu diesem hätte es zwangsläufig kommen müssen, wäre Hück mit einer eigenen Liste bei der Gemeinderatswahl angetreten. An dem Gespräch heute in Stuttgart hat auch Christoph Mährlein von der hiesigen SPD teilgenommen. "Wir werden weiter im Gespräch bleiben", bestätigt Mährlein der PZ. Man lote die Möglichkeit aus, dass Hück und weitere noch auf die SPD-Liste kommen und versuche, eine Lösung zu finden. Am Freitag gehen die Gespräche weiter, der SPD-Termin der Nominierung am Samstag steht, die letzte Entscheidung fällt dort. "Uwe ist Uwe", sagt Mährlein.

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