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PZ-Redakteurin Nina Giesecke im Gespräch mit dem Ersten Bürgermeister Dirk Büscher. Live ins Internet mit dem Smartphone streamt PZ-Redakteur Dominik Türschmann.
PZ-Redakteurin Nina Giesecke im Gespräch mit dem Ersten Bürgermeister Dirk Büscher. Live ins Internet mit dem Smartphone streamt PZ-Redakteur Dominik Türschmann. © Meyer
11.10.2018

Live-Video: Das sagt Bürgermeister Büscher zur Sicherheitslage in Pforzheim

Immer wieder haben sie in der jüngsten Vergangenheit für Aufsehen gesorgt: Auseinandersetzungen und Schlägerein in der Pforzheimer Innenstadt oder in der Nordstadt. Bei vielen Bürgern sorgen diese Ereignisse für massive Verunsicherung. Pforzheims Erster Bürgermeister Dirk Büscher steht PZ-news am Donnerstag im Rahmen einer Aktion im Klingelpark Rede und Antwort.

Dort werden Büsche zurückgeschnitten, Äste gekürzt, Lampen freigeschnitten, um schattige Bereiche frei zu machen, mit Licht zu durchfluten und so letztendlich das Sicherheitsgefühl der Bürger zu steigern.

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Das erklärt die Stadtverwaltung zur „städtebaulichen Kriminalprävention“, die im Klingelpark für Durchblick sorgt:

Das persönliche Sicherheitsgefühl im öffentlichen Bereich hängt auch davon ab, wie der Raum, in dem man sich bewegt, gestaltet ist. Gibt es dunkle Ecken, fehlen Sichtachsen, sind Bereiche verschattet? Bei der Erarbeitung des Sicherheitskonzepts war eine der Forderungen aus der Bürgerschaft, unübersichtliche Bereiche transparenter zu gestalten. Derartige Maßnahmen fallen unter den Begriff der sogenannten „städtebaulichen Kriminalprävention“.

Örtlichkeiten können allein auf Grund ihrer Lage, Erreichbarkeit und Ausgestaltung die Begehung einer Straftat begünstigen oder das subjektive Sicherheitsempfinden belasten. Deshalb ist es Ziel der städtebaulichen Kriminalprävention, solche Tatgelegenheiten zu reduzieren oder auch nur das persönliche Empfinden beim Aufenthalt an diesen Orten zu verbessern. Dies kann bereits bei der Planung neuer Räume berücksichtigt werden.

Aber auch bereits bestehende Räume können so gepflegt und ertüchtigt werden, dass deren Nutzung nicht als unangenehm oder beängstigend wahrgenommen wird. Dies kann bei unzureichender Beleuchtung der Fall sein, aber auch bei mangelnder Übersichtlichkeit oder fehlenden Blickbeziehungen (z. B. starke Verbuschung von Parkanlagen, Zuwachsen von Straßenbeleuchtung bzw. Verschattungen). Auch bei Verwahrlosung von Bereichen, ungünstiger Anordnung der Möblierung (z. B. Bänke, zugewachsene Raumteiler) oder bestehenden Schäden kann schnell ein Unsicherheitsgefühl aufkommen.

Im Zuge der Umsetzung des Sicherheitskonzepts und im Rahmen der Kommunalen Kriminalprävention sollen sukzessive in verschiedenen Parks die Büsche und Bäume so geschnitten werden, dass klare Sichtbeziehungen im gesamten Bereich entstehen. So werden aktuell im Klingelpark Büsche zurückgeschnitten, Äste gekürzt, Lampen freigeschnitten.

Durch eine ähnliche Maßnahme wurde in der Vergangenheit der Benckiserpark wieder für viele Besucher attraktiver gestaltet. Auch weitere Parkanlagen und Spielplätze werden derzeit überprüft und überwachsene Sträucher entfernt. In den Wintermonaten werden von den Technischen Diensten etwa noch der Konradplatz und die Dammstraße zurückgenommen.

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