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Die Gesprächsteilnehmer von links nach rechts: Leiter der Direktion Polizeireviere Leitender Polizeidirektor Christian Ostertag, Referent der Polizeipräsidentin Kriminalhauptkommissar Thorsten Rapp, Polizeipräsidentin Caren Denner, Polizeivizepräsident Franz Semling, Erster Bürgermeister der Stadt Pforzheim Dirk Büscher, Ordnungsamtsleiter Wolfgang Raff sowie Polizeipressesprecher Raphael Fiedler.
Die Gesprächsteilnehmer von links nach rechts: Leiter der Direktion Polizeireviere Leitender Polizeidirektor Christian Ostertag, Referent der Polizeipräsidentin Kriminalhauptkommissar Thorsten Rapp, Polizeipräsidentin Caren Denner, Polizeivizepräsident Franz Semling, Erster Bürgermeister der Stadt Pforzheim Dirk Büscher, Ordnungsamtsleiter Wolfgang Raff sowie Polizeipressesprecher Raphael Fiedler. © Polizeipräsidium Karlsruhe
08.11.2018

Nach jüngsten Vorkommnissen: Polizeispitze und Bürgermeister tagen zu Sicherheitslage in Pforzheim

Pforzheim. In einer Gesprächsrunde tauschten sich die Polizeipräsidentin des Karlsruher Polizeipräsidiums Caren Denner und der Erste Bürgermeister der Stadt Pforzheim Dirk Büscher zur Sicherheitslage in der Innenstadt von Pforzheim aus. Die jüngsten Vorkommnisse in der Innenstadt von Pforzheim und die öffentlich geführte Diskussion darüber waren Anlass für Stadt und Polizei, Hintergründe zu analysieren und mögliche Maßnahmen miteinander abzustimmen.

Das gaben Stadt und Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Bereits zu Jahresbeginn war es zu einer öffentlichen Debatte über eine angebliche Verschlechterung der Sicherheitssituation in Pforzheim gekommen. Eine nähere Betrachtung der Fallzahlen bestätigte dies jedoch nicht. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigte einen durchweg positiven Trend bei den Straftaten im öffentlichen Raum. Festzustellen war aber die offenkundige Abweichung der objektiven Sicherheitslage zum Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.

Das Polizeipräsidium Karlsruhe war deshalb von Mitte Februar bis Ende April mit konzeptionellen Präsenzmaßnahmen zur Steigerung des Sicherheitsempfindens vor Ort. Auch danach wurden punktuell und gezielt weitere Präsenzeinsätze fortgeführt.

Vorkommnisse auf öffentlichen Plätzen in der Pforzheimer Innenstadt in den letzten Wochen entfachten die öffentliche Diskussion über die Sicherheitslage in den örtlichen Medien erneut. Zum Beispiel eine Schlägerei vor der Schlössle Galerie, wo zwölf Tatverdächtige ermittelt werden konnten. Oder eine Auseinandersetzung in der Nordstadt, wo die Polizei mit zwölf Streifenwagen anrückte. Oder ein Zwischenfall im Klingelpark, wo die Beteiligten mit Latten, Flaschen und Messern aufeinander losgingen.

Eine aktuelle Auswertung der registrierten Fallzahlen ergab weiterhin keine Hinweise auf wesentliche negative Veränderungen der Sicherheitslage. In den Zeiträumen Januar bis September gab es 2018 im Vergleich zum Vorjahr lediglich geringfügige Verschiebungen bei den Deliktsarten.

Dennoch nehmen Stadt und Polizei die Debatte um ein mögliches Unsicherheitsgefühl der Bürger und die Vorkommnisse der letzten Wochen sehr ernst. "Wir werden die sensiblen Bereiche in der Pforzheimer Innenstadt weiter im Blick haben und bei Störungen konsequent einschreiten", so Polizeipräsidentin Caren Denner. Dabei werde man auch die zuletzt auffälligen Gruppen genau beobachten.

In Pforzheim aber auch in anderen Städten war es zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen überwiegend verschiedener ethnischer Gruppierungen in der Öffentlichkeit gekommen. Zeugen oder Geschädigte gaben sich dabei in der Folge gegenüber den einschreitenden Polizeikräften nicht zu erkennen. "Die oftmals in diesem Zusammenhang genannte 'Massenschlägerei' hat sich jedoch bei den polizeilichen Ermittlungen nie bestätigt", merkte die Polizeipräsidentin an.

PZ-news hatte in der Vergangenheit häufiger über größere Auseinandersetzungen und Schlägerein in Pforzheim berichtet. Unter anderem war es Mitte September am Leoppoldplatz zu einer solchen gekommen –  als die Polizei jedoch auftauchte, war das Gerangel bereits wieder beendet. PZ-news liegt ein Video von der Auseinandersetzung vor:

Leservideo: Schlägerei am Leopoldplatz in Pforzheim

Die Polizeireviere Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd werden weiterhin gezielte Einsatzmaßnahmen an den neuralgischen Örtlichkeiten durchführen. Neben Präsenzstreifen werden auch Polizeibeamte in ziviler Kleidung eingesetzt. Punktuell werden die Reviere durch Kräfte anderer Einheiten unterstützt.

"In enger Zusammenarbeit mit der Polizei wird auch die Stadt Pforzheim weiterhin die Citystreife zielgerichtet einsetzen. Wichtig ist darüber hinaus vor allem, Zugang zu den Gruppen zu bekommen und den Personen störendes Verhalten auch unterhalb der Schwelle zur Straftat vor Augen zu führen. Hier sind insbesondere auch die Streetworker gefordert", führte der Erste Bürgermeister Dirk Büscher an.

Die Verantwortlichen der Stadt Pforzheim und des Polizeipräsidiums Karlsruhe waren sich beim Gespräch einig, im Rahmen der sehr guten Zusammenarbeit auch weiterhin die erforderlichen Maßnahmen eng abzustimmen.

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b12kult
08.11.2018
Nach jüngsten Vorkommnissen: Polizeispitze und Bürgermeister tagen zu Sicherheitslage in Pforzheim

Wo war denn die Grinsekatze? Die Sicherheit in der Stadt war ihm doch soooo wichtig. mehr...

Eiermann
09.11.2018
Nach jüngsten Vorkommnissen: Polizeispitze und Bürgermeister tagen zu Sicherheitslage in Pforzheim

Ach, schau an! Jetzt auf einmal haben angeblich gar keine Massenschlägereien stattgefunden. Alles nur Einbildung? Und wieso stand das dann in den Pressemitteilungen der Polizei so drin? Das riecht doch meilenweit gegen den Wind nach politisch verordnetem Maulkorb. Wer hat denn das größte Interesse an so einer Verharmlosung? Womöglich will man ja wegen Freiburg jetzt nicht noch eine zweite "Baustelle" aufmachen... So verlieren die amtierenden Politiker leider den letzten Rest an ...... mehr...

Mama-vom-Rod
09.11.2018
Nach jüngsten Vorkommnissen: Polizeispitze und Bürgermeister tagen zu Sicherheitslage in Pforzheim

Nachdem vor kurzem zwei junge Männer mit südländischen Aussehen (dafür aber in Adidas gekleidet, von Kopf bis Fuß) an helllichtem Tage an der Fußgängerampel, provozierend vor meinem Auto stehen geblieben sind und so gar keine Anstalten machen wollten, noch weiter zu gehen, obwohl für Fußgänger schon lange rot war und mir dann gegen die Beifahrerseite getreten haben, wohl um mich zum Aussteigen zu bewegen, habe ich gar kein vertrauen mehr in die Sicherheit in der Stadt. Der sofortige Anruf bei ...... mehr...

Demagoga
10.11.2018
Nach jüngsten Vorkommnissen: Polizeispitze und Bürgermeister tagen zu Sicherheitslage in Pforzheim

ich habe bisher wohl großes Glück gehabt und hoffe, dass das auch so bleibt. An welcher Fußgängerampel war das? mehr...