In der "Warum"-Phase merken Eltern plötzlich: Manchmal bringen uns die simpelsten Fragen ins Schwitzen, schreib PZ-Redakteurin Julia Falk in einer neuen Folge ihrer Kolumne "Mami-Mania".
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Fragen über Fragen: Kolumne "Mami-Mania" über die "Warum"-Phase

Erwachsene denken gerne, sie wüssten alles oder zumindest das meiste. Montags von der Couch aus bei "Wer wird Millionär" theoretisch 125.000 Euro "gewinnen"? Kein Problem! Und dann kommt das Kleinkind in die "Warum"-Phase. Und plötzlich merkt man: Manchmal bringen uns die simpelsten Fragen ins Schwitzen.

Eine Kolumne von PZ-Redakteurin Julia Falk

Meine Tochter ist voll in dieser Phase angekommen. Noch kann ich die meisten Dinge schnell beantworten. Doch im Hinterkopf schwirrt mir immer herum, dass mit meinen Antworten auch eine große Verantwortung einhergeht. Denn Dreijährige merken sich alles. Und hat sich ihre Meinung über etwas erst einmal verfestigt, sind sie davon auch sehr schwer wieder abzubringen. Was wir sagen, sollte also gut überlegt sein.

Fragen aus jeglichen Lebenslagen korrekt und gleichzeitig kindgerecht zu beantworten, ist manchmal ein ganz schöner Drahtseilakt. "Warum können wir nicht mehr auf dem Spielplatz bleiben, wenn es gewittert?" So weit, so simpel – ist halt gefährlich und ungemütlich. Aber wann haben Sie zuletzt darüber nachgedacht, warum das Meer blau ist? Oder wer das Fahrrad gebaut hat, mit dem Sie jeden Tag zum Kindergarten fahren? Oder wieso manche Menschen blonde und andere schwarze Haare haben? "Mit Kinderaugen sehen" bedeutet eben auch, nicht alles einfach hinzunehmen, sondern sich neugierig zu fragen, warum manche Dinge so sind, wie sie sind. Und wenn wir mal überfragt sind?

In Zeiten von Internet und KI müssen wir nicht mehr in die Bibliothek gehen, um Dinge nachzuschlagen. Es sollte also recht schnell für alles eine Lösung zu finden sein. Und dank unserer Kinder können wir so noch das eine oder andere dazulernen – auf jeden Fall aber, neugierig zu bleiben.