Forbach. Im Nordschwarzwald ist ein Wolf gesichtet worden. Wie das Umweltministerium am Donnerstag mitteilte, wurde die Sichtung von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) bestätigt.
Eine Wildkamera der Holzgenossenschaft hatte das Tier bereits am Samstag aufgenommen, wie Geschäftsführer Walter Dürr sagte. Das Tier war im Privatwald der Holzgenossenschaft auf der Gemarkung der Gemeinde Forbach (Kreis Rastatt) unterwegs.
Ob es sich bei dem Wolf auch um das Tier handelt, das Ende April 44 Schafe in Bad Wildbad (Kreis Calw) tötete, ist dem Ministerium zufolge unklar. Man habe keine abgleichbaren DNA-Spuren. Aktuell gehe man von einem bis zwei sesshaften Wölfen in Baden-Württemberg aus.
Schon im Dezember 2017 hatte ein Wolf Rotwild bei Forbach gerissen, wie die FVA bestätigte. Forbach liegt in der sogenannten Förderkulisse Wolfprävention, die rund 60 Kilometer Durchmesser hat. Sie wurde Ende Mai eingerichtet. Hier erstattet das Land Nutztierhaltern 90 Prozent der Kosten für Schutzzäune mit Elektrospannung. Auch Schutzhunde können mit jährlich 1950 Euro bezuschusst werden, wenn die Herde mindestens 60 Muttertiere umfasst.
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