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Türken verletzten zwei Syrer durch Messerstiche und Schlagstockhiebe

Pforzheim. Die Nordstadt im Bereich Pfälzerstraße/Klingelpark kommt nicht zur Ruhe. Am Montagabend wurden bei einer Auseinandersetzung zwischen drei Türken im Alter zwischen 23 und 33 Jahren und drei unbewaffneten Syrern im Alter zwischen 27 und 30 Jahren zwei der Syrer durch ein Messer und einen Schlagstock verletzt. Auch ein Geldbeutel wurde dabei gestohlen.

Aus bislang nicht bekannter Ursache gerieten die Männer um 21.35 Uhr vor einem Imbiss an der Hohenzollernstraße in einen zunächst lautstarken Streit. Dann soll ein 33-jähriger Türke mittels eines Messers einen Syrer am Oberarm verletzt haben. Nach den bisherigen Ermittlungen soll ein weiterer Türke mit einem mitgeführten Teleskopschlagstock auf einen anderen Syrer eingeschlagen haben, der eine blutende Kopfplatzwunde davontrug. Danach sollen die türkischen Männer auch den Geldbeutel des Syrers an sich genommen haben, den er auf den Boden warf, um sich besser verteidigen zu können. Ein dritter Syrer ergriff unverletzt die Flucht.

Die zwei mutmaßlichen Angreifer flüchteten anschließend mit einem weiteren Türken in Richtung Pfälzerstraße und konnten kurze Zeit später durch ein Großaufgebot der Polizei in der Nähe des dortigen Spielplatzes im Klingelpark vorläufig festgenommen werden. Zumindest der 33-jährige mutmaßliche Messerstecher erwies sich dabei im Zusammenhang mit dem Nordstadt-Brennpunkt Klingelpark als vertrautes Gesicht, war der polizeibekannte Mann doch jüngst bei einer Schlägerei dort schon einmal der Polizei aufgefallen. Einen Türken musste die Polizei unter einem Auto hervorziehen. Er hatte versucht, sich dort zu verstecken.

Bei den kontrollierten Personen konnten ein Schlagring, der offenbar zuvor eingesetzte Schlagstock, Pfefferspray und der im Sandkasten des Klingelpark-Spielplatzes eingegrabene Geldbeutel des Syrers aufgefunden und sichergestellt werden.

Wie in solchen Fällen üblich: Hintergründe und Anlass des Streits sind noch unklar, auch weil sich die Beteiligten der Polizei gegenüber bislang wenig kooperativ zeigten. Da offenbar nur die Türken bewaffnet waren, scheint es sich bei der Schlägerei wohl eher nicht um eine verabredete Begegnung mit handfesten Argumenten gehandelt zu haben. Zeugen der Auseinandersetzung werden deshalb gebeten, sich mit dem weiter ermittelnden Polizeirevier Pforzheim-Nord unter Telefon (07231) 186-3211 in Verbindung zu setzen.

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