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Die PZ sagt "herzlich Dankeschön": Mehr als 500.000 Euro Spenden für "Menschen in Not"

Liebe Leserinnen, liebe Leser, und schon sind sie vorbei, die besinnlichen und geruhsamen Weihnachtsfeiertage. Hektik, Corona-Pandemie, Omikron und Einschränkungen des sozialen Miteinander prägen den anstehenden Jahreswechsel. Es macht sich wieder Unsicherheit breit.

Die Angst vor der fünften Virus-Welle geht um. Sie verdrängt die schönen Erinnerungen an nahezu unbeschwerte Sommermonate. Monate, in denen die Inzidenzwerte glücklicherweise tief im Keller waren. Bereits damals warnten die Virologen vor zu viel Unbekümmertheit. Das werde sich rächen. Nun sieht es leider so aus, als ob die Fachleute recht gehabt hätten. Das Virus lässt uns nicht in Ruhe.

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Pforzheim

Überraschung zum Fest: "Menschen in Not" stellt Gelder für Spiel- und Fördermaterial zur Verfügung

Unsere Gesellschaft befindet sich im Dauerstress. Viele Menschen sind genervt – wer mag es ihnen verdenken nach zwei Jahren Pandemie? All dies hat uns beschäftigt bei unseren Sitzungen und Meetings zu unserer diesjährigen Hilfsaktion von „Menschen in Not“, dem Hilfsverein der "Pforzheimer Zeitung".

Spenden von mehr als 500.000 Euro

Wir hatten mit einem deutlichen Spendenrückgang gerechnet, denn wir wissen natürlich, dass etliche Menschen selber in Not geraten sind, durch Kurzarbeit oder gar Arbeitsplatzverlust. Wir haben uns geirrt. Mehr als 500.000 Euro sind in den vergangenen Monaten auf das Konto von "Menschen in Not" eingegangen.

Wir sind überwältigt von dieser selbstlosen Hilfsbereitschaft und sagen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, herzlich Dankeschön. Gerade in extremen Krisenzeiten wie diesen zeigt sich, wie wichtig Mitmenschlichkeit und Großzügigkeit sind. Unter den Spendern waren viele sehr großzügige Firmen und Unternehmen. Aber es gab auch etliche "kleine" finanzielle Zuwendungen.

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Pforzheim

Trotz Arbeit in Not: "Menschen in Not" unterstützt Mutter beim Kauf von Kinderbett

Unter diesen waren ganz sicher Menschen, die wenig verdienen und sich das Geld vom Munde abgespart haben. Dies verdient größte Hochachtung und Anerkennung. Sie können allesamt sicher sein, dass Ihre Spende gemäß unserer Vereinssatzung zu 100 Prozent bei den Notleidenden von Pforzheim und der Region ankommt. Personal- und Sachkosten trägt das Pforzheimer Medienhaus vollständig.

Solidarität in schweren Zeiten

Bedanken möchten wir uns bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die hinter den Kulissen werkeln und "Menschen in Not" am Laufen halten. Oft sind im zu Ende gehenden Jahr die Sammelaktionen und die damit verbundenen Events zu kurz gekommen – Corona war schuld daran.

Dennoch gab es kleinere private Spendenaktionen wie Geburtstage, den Krautwickelstand der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft oder die grandiose Aufführung "Stille Nacht" des Pforzheimer Theaters an Heiligabend. Bei allem stand immer ein Ziel obenan: die Solidarität unserer Gesellschaft in dieser sehr schweren Zeit.

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Pforzheim

Weg von der Straße: "Menschen in Not" hilft Pforzheimer bei Kauf von Haushaltsutensilien

Das Miteinander zog sich quer durch die "Menschen in Not"-Arbeit des Jahres 2021. Damit bei den Geldzuweisungen alles korrekt verläuft, wurde bereits vor einigen Jahren ein Beirat aus Vertretern namhafter Sozialeinrichtungen gegründet. Dieser Beirat prüft die Sinnhaftigkeit der Geld- und Sachspenden an die Empfänger. Und wie bei jedem Verein gibt es auch bei "Menschen in Not" eine sehr genaue Kassenprüfung.

Viele von Ihnen würden sich wundern, in welch unwürdigen Umständen etliche Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft immer noch leben müssen. Zugegeben: Mitunter kann man die Abwärtsspirale aus eigener Kraft nicht verlassen. Ob das nun im Fall alleinerziehender Mütter ist, die am Ende eines Monats nicht mehr genügend Geld für die Ernährung ihrer Kinder haben. Mit Lebensmittelgutscheinen und/oder der Tilgung angelaufener Strom- und Wasserkosten versucht der Hilfsverein, die gröbste Not zu lindern.

Corona-Pandemie verschärft Situation

Die eigentliche Arbeit von "Menschen in Not" besteht aber darin, solche Notlagen vorbeugend zu verhindern. In der Regel beginnt dies bei den Kindern aus sozial schwachen oder bildungsfernen Familien. Diese Kinder müssen fit gemacht werden, damit sie bessere Chancen in der Schule und im Berufsleben haben werden, um erst gar nicht in Jugendarbeitslosigkeit und Armut abzudriften. Das A&O für einen qualifizierten Arbeitsplatz und damit ordentliche Verdienstmöglichkeiten ist eine gute Schulbildung.

Davon reden Politikerinnen und Politiker nahezu täglich. Wir Medien schreiben viel von Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Die Realität sieht allerdings völlig anders aus. Kommunen und Städte sind völlig überfordert, wenn es um Bildungsangebote und Schulen geht. Tagtäglich wird uns vor Augen geführt, in welch desolatem baulichem Zustand oft unsere Schulen sind.

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Pforzheim

Gebeutelt nach Scheidungskrieg: "Menschen in Not" unterstützt Frau beim Kauf einer Küche

Die Corona-Pandemie hat diese Situation noch verschärft. Man könnte nun viel über die Hilflosigkeit der Politik an sich lamentieren. Doch dazu ist "Menschen in Not" nicht da. Wir wollen einfach nur helfen – unter mitmenschlichen Gesichtspunkten. Dazu haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns mit Ihren Spenden die Möglichkeit gegeben. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Wir wünschen Ihnen allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2022.

Albert Esslinger-Kiefer (Verleger der Pforzheimer Zeitung), Thomas Satinsky (Vorsitzender von "Menschen in Not") und Susanne Knöller, (Vorsitzende von "Menschen in Not")

Albert Esslinger-Kiefer

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Susanne Knöller

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